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SommerproblemeMeerschweinchen vertragen Temperaturen über 22 Grad nur schlecht, auch die Aussenhaltung in der Wärmeren Jahreszeit bringt einige Probleme mit sich. Ab 25 Grad kann es schon gefährlich werden, ab Temperaturen über 30 Grad droht ein Hitzeschlag! Aus diesem Grund gehen wir hier auf einige Sommerprobleme näher ein.
Wie kann ich meinen Meerschweinchen im Sommer Kühlung verschaffen?
Wie kann ich meinen Meerschweinchen im Sommer Kühlung verschaffen?Meerschweinchen vertragen Temperaturen über 22 Grad nicht sehr gut, um einem Hitzeschlag und Kreislaufproblemen vorzubeugen, sollten Sie den Meerschweinchen ab 28/30 Grad auf jeden Fall Kühlung verschaffen und sich an einige Regeln halten.Ideal wäre bei Tieren in Wohnungshaltung natürlich ein Klimagerät, welches die Raumtemperatur auf einer gleichbleibenden Temperatur hält. Starke Temperaturschwankungen sollten allerdings vermieden werden! Natürlich kann sich nicht jeder so ein Gerät leisten, aber auch mit einfachen Mitteln ist es möglich, den Tieren Kühlung zu verschaffen.
Andere Fütterung?Bei großer Hitze werden die Tiere eher träge und bewegen sich wenig. Dass sollte man bei der Fütterung bedenken und entsprechend Energieärmer füttern. Möhren und ähnliche Gemüsesorten werden bei großer Hitze meist ohnehin verschmäht. Aber leider dürfen Sie Ihren Tieren auch nicht allzuviel Salate und Gurken füttern, vor allem nicht über Mittag. So erfrischend diese auch sein können, wenn sich die Tiere wenig bewegen und es dazu noch sehr warm ist, kommt es durch stark wasserhaltiges Futter eher zu Fehlgährungen im Darm. Die Tiere bekommen schmerzhafte Blähungen. Also füttern Sie bei großen Temperaturen erst gegen Abend größere Mengen Frischfutter und über Tag nur sehr kleine Mengen. Gras und Kräuter dürfen Meerschweinchen in Außenhaltung aber natürlich den ganzen Tag über zu sich nehmen.
Erste Hilfe bei HitzeschlagMeerschweinchen können nicht schwitzen, sie hecheln nicht und sind durch ihr dickes Fell eher in der Lage sich an Kälte anzupassen, sie sind kaum in der Lage, Wärme abzugeben. Bei sehr hohen Umgebungstemperaturen (direkte Sonneneinstrahlung, keine schattigen Rückzugsmöglichkeiten), besonders auch bei hoher Luftfeuchtigkeit, kann es zu Überhitzung des Meerschweinchens kommen. Besonders betroffen sind überfütterte, fette Tiere ebenso alte oder schwangere Tiere. Bei starker Hitze sind Transporte zu vermeiden oder nur in klimatisierten Fahrzeugen durchzuführen (s.o.).Die Symptome eines akuten Hitzeschlags sind: völlige Teilnahmslosigkeit - die Tiere liegen auf der Seite, schnelle flache Atmung - Flankenatmung, schneller schwach fühlbarer Puls. Sollten Sie diese Symptome bei heißem Wetter bei einem sonst gesunden Meerschweinchen bemerken ist unverzüglich zu handeln.
Warten Sie mit dem Tierarzt Besuch nicht bis zum nächsten Morgen oder bis sie mal Zeit hätten, denn dann haben Sie kein Meerschweinchen mehr dass sie mitnehmen könnten. Ein unbehandelter Hitzeschlag kann innerhalb kurzer Zeit zum Tod des Tieres führen.
Madenbefall (Myiasis)Gerade im Sommer kommt es leider häufiger zu Madenbefall bei Meerschweinchen in Aussenhaltung (seltener auch bei Tieren in Innenhaltung). Schmeißfliegen legen ihre Eier am Tier ab. Die Maden können innerhalb sehr kurzer Zeit aus diesen Eiern schlüpfen, bei der am häufigsten für Fliegenmadenbefall verantwortlichen Lucilia sericata schlüpfen die Maden je nach Temperatur innerhalb von 8 Stunden bis 3 Tagen. Sie fressen sich dann tief in die Haut und ernähren sich vom Gewebe und den Sekreten der Haut. Als Folge kommt es zu massiven Verletzungen der Tiere, inneren Blutungen, zu einer bakteriellen Sekundärinfektion, zur einer starken Schwächung und schlimmstenfalls zum Tode des Tieres. Gesunde Tiere sind kaum betroffen, aber ältere, geschwächte oder gestresste Tiere (z. B. durch vorhergehende Erkrankungen, Durchfall, Rangordnungskämpfe) werden leicht Opfer von diesen Fliegenmaden. Die Fliegen legen ihre Eier bevorzugt in Hautläsionen (Verletzungen der Haut) und in der Anogenitalregion (am After) ab. Haben die Tiere zu lange Haare, so dass sie sich kaum noch selber putzen können, oder wird der Käfig nicht gründlich gereinigt oder haben die Tiere Durchfall kommt es eher zu einem Madenbefall.Vorbeugend sollten Sie langhaarigen Tieren das Fell vor allem am Po stutzen, die Käfige sauber halten und Fliegengitter anbringen, verschmutze Tiere sind zu säubern und täglich werden die Tiere auf Madeneier kontrolliert (die Eier sind meist als kleine weiße Punkte im Fell zu erkennen). Die Gehege müssen regelmäßig heiß ausgewaschen werden. Die Schmeißfliegeneier werden durch kochendes Wasser abgetötet. Einen Madenbefall erkennen Sie vorab an den weißlichen Eiern die auf der Haut oder in Wunden liegen. Und natürlich an den geschlüpften Maden (dickliche, kleine, weiße Würmchen). Sollten Sie einen Befall feststellen, entfernen sie die sichtbaren Maden und suchen Sie unverzüglich einen Tierarzt auf. Dieser wird die Wunde reinigen, und ein geeignetes Mittel gegen Maden verabreichen (z. B. Ivomec, Dectomax als Spritze oder Frontline als Spray)
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