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Tiergerechte Mäuseernährung

Damit die Mäuse lange gesund bleiben, ist eine optimale Ernährung wichtig. Wilde Farbmäuse fressen fast alles, sind deshalb aber trotzdem keine Müllschlucker. Unsere Farbmäuse in der Heimtierhaltung benötigen eine abwechslungsreiche Kost, bestehend aus Getreide, Sämereien, Gemüse, Kräutern, Obst und Zweigen, sowie ein wenig tierisches Eiweiß.

Snacks

Nicht zur einer tiergerechten Ernährung von Mäusen gehören viele Leckerlis, die Sie im Fachhandel angeboten bekommen. Joghurtdrops, Nagergebäck, Rollies, Knabberstangen und ähnliche Knabbereien enthalten zu viel Zucker und sind nicht unbedingt empfehlenswert. Gesunde Leckerlis sind z.B. Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Erdnüsse oder mal eine Rosine, aber auch das sind besonders dickmachende Leckerchen und mehr als eine halbe Nuss, oder einen Kürbiskern pro Tag sollte ein Mäuslein nicht bekommen. Natürlich ist es möglich, den Mäusen selbstgemachte Leckerchen ohne Zucker und schädliche Zutaten anzubieten. Hier finden sich Rezepte für Mäusekekse: Mausebande Wiki.

Trockenfutter

Mäuse ernähren sich hauptsächlich mit Getreide und Sämmereien und nehmen nur wenig Früchte oder tierische Nahrung zu sich. Als Hauptnahrung sollte eine Körnermischung gereicht werden. Pro Maus etwa 1 Teelöffel pro Tag, fangen Sie mit dieser Menge an, wird es bis zum nächsten Tag aufgebraucht, geben Sie etwas mehr. Bleibt viel liegen, geben Sie etwas weniger Futter.
Bunt und poppig ist nicht immer das Beste, wählen Sie das Futter Ihrer Mäuse gut aus. Riecht es frisch und sieht es frisch aus? Nehmen Sie Abstand von staubigem, grauem Futter.

Ein empfehlenswertes Futter für Farbmäuse ist hier zu bekommen: Beckmanns Farbmausfutter.

Keimtest Das Futter sollte keimfähiges Getreide enthalten, machen Sie dazu ruhig einen Test auf der Fensterbank, streuen Sie das Futter der Tiere auf ein feuchtes Stück Küchenpapier, halten Sie es feucht und sehen Sie ob sich Keimlinge entwickeln. Die Keimlinge dürfen und sollten auch verfüttert werden. Gerade im Winter sind sie ein Vitaminlieferant.

Trockengemüse und Samen/Getreidemischungen sollten nicht länger als 4 Monate gelagert werden. Bei zu langer Lagerung gehen Vitamine verloren und fetthaltige Bestandteile werden ranzig. Ideal zum Aufbewahren von Futtermitteln sind Blechdosen/Keksdosen, ebenfalls mit Papier ausgeschlagene, dickwandige Pappschachteln oder Holzschachteln. Weniger gut geeignet sind die beliebten Plastikbehälter mit fest verschließbarem Deckel oder Plastiktüten. Aus ihnen kann keine Restfeuchte entweichen und so kommt es zu Schimmelbildung. Tüten aus verschiedenen Materialien oder dünne Pappschachteln eignen sich zur Aufbewahrung nicht, sie bieten Parasiten keinen ausreichenden Wiederstand und so kommt es in Tüten häufiger zu einem Befall mit Mottenlarven und Milben.

Folgende Bestandteile kann und sollte ein gutes Futter enthalten:

Kleinsämereien: Verschiedene Grassamen (z. B. Kammgras, Rohrschwingel, Knaulgras, Weidelgras, nur Ware aus Deutschland verwenden um das Einschleppen fremder Pflanzen in den heimischen Lebensraum zu verhindern! Sie bekommen diese Samen z.B. bei www.samenkiste.de) sollten den größten Teil der Futtermischung ausmachen. Kräutersamen wie z. B. Löwenzahn und Fenchel und weitere werden ebenfalls hinzugemischt. Ölsamen sollten wegen ihres extrem hohen Fettanteils nur eine geringen Anteil an der Samenmischung ausmachen, dazu gehören Negersaat, Kardi, Perilla, Leinsaat, Chiasamen, Hanf, Mohn, Sesam. Entsprechende Mischungen (ohne Grassamen) werden als Wellensittichfutter fertig gemischt im Zoofachhandel angeboten und können gut als Grundmischung verwendet werden.

Getreide: Haferflocken, -körner- ripsen, Weizenkörner - und Weizenflocken (in geringen Mengen und aus Bioanbau), Gerste, Roggen, Emmerweizen, Kolbenhirse, Rothirse, Silberhirse, Rispenhirse, Japanhirse, Buchweizen, Amarant.

Trockengemüse, Früchte: Getrocknetes Gemüse erweitert den Speiseplan, z. B. Rote Bete, Möhren, Sellerie, Fenchel, Kohlrabi Broccoli, Gurke, Zucchini (diese Gemüsesorten können fertig getrocknet gekauft, oder im Umluftofen selber getrocknet werden). Trockene Früchte dürfen nur in sehr kleinen Mengen (nicht mehr als ein kleines Stück in der Woche) gegeben werden, besonders beliebt sind Rosinen, aber auch Äpfel, Birnen und Hagebutten werden mitunter gern genommen. Getrocknete Papaya, Mango, Bananen und andere exotische Früchte können teilweise starke Magen/Darmreizungen auslösen und sind ebenfalls alle viel zu süß.

Getrocknete Kräuter sollten im Futter enthalten sein um den Mineralhaushalt zu regulieren. Gegeben werden können unter Anderem: Brennnesselkraut, Brombeerblätter, Dill, Gänseblümchen, Grüner Hafer, Haselnussblätter, Hirtentäschelkraut, Kamille, Kornblumenblüten Löwenzahnwurzel mit Kraut, Melisse, Petersilie, Pfefferminzblätter, Ringelblumenblüten, Sauerampferkraut, Schafgarbe, Sonnenblumenblüten, Spitzwegerrichkraut, Vogelmiere. Wir von der Nager Info haben eine Mischung entwickelt, die sich als Grundlage für Futtermischungen gut eignet, Sie bekommen diese hier: Kaninchenwerkstatt.

Nüsse/Kerne: sollten nur sehr selten verfüttert werden, da sie sehr fetthaltig sind, ein viertel Nuss oder ein Kern täglich ist mehr als genug. Gegeben werden können: Sonnenblumenkerne, Erdnüsse, Pinienkerne, Haselnüsse, Macadamia, Walnüsse, Pecannüsse, Kürbiskerne, Süßmandeln (keine Bittermandeln, die enthalten Blausäure).

Weitere Bestandteile: Diese Bestandteile können das Futter interessanter machen, aber nur in geringen Mengen: Maiskörner, Reisflocken, Erbsenflocken, ungezuckerte Corn Flakes, ungezuckertes Früchtemüsli, rohe Nudeln.

Kräuter und weitere Bestandteile für Eigenfuttermischungen sind unter Anderem hier zu bekommen: Hasenhaus im Odenwald, Kräuter Kate, das Scheunenlaedchen, Kleintierbistro, Mixing Your Petfood, Nagers Futterstube.

Natürlich kann und soll auch immer frisches Blüten- oder Kräuterheu im Käfig sein, sei es zum Nestbau, zum darin herumwühlen oder auch zum Verzehr.

Rezept für ausgewogenes Mäusefutter

300 g handelsübliches Maus- oder Hamsterfutter. Es sollten wenig Nüsse im Futter sein und Erdnüsse sollte man bei allen Futtersorten heraussuchen, da sie oft Schimmelsporen enthalten.

Dazu werden folgende Zutaten gemischt:
100 g ungezuckertes Früchtemüsli
100 g Trockengemüse,
200 g Vogelfutter (Wellensittichfutter ohne Mohn und Reis)
50 g Vogelweichfutter
100 g 6 Korn Getreidemischung
150g Kleinsämereienmischung (Gras- und Kräutersamen)
50 g Kräutermischung wie oben angegeben
dazu insgesamt ca. 50 g Erbsenflocken, Johannisbrot, Sonnenblumenkerne, Haselnüsse und Walnüsse

Achten Sie darauf, dass nicht zu viele fetthaltige Bestandteile im Futter sind (Sonnenblumenkerne, Nüsse usw.). Um Ihre Mäuse handzahm zu machen, können Sie auch erstmal alle Leckerchen wie Sonnenblumenkerne und Nüsse nur von Hand verfüttern.

Worauf beim Futter für Zuchttiere geachtet werden sollte und welche Nährstoffe, Vitamine, Mineralien etc. im Futter in welchen Mengen enthalten sein müssen, können Sie hier nachlesen: Farbmaus Rassezucht Ernährung

Erlebnissfutter

Mäuse verbringen einen großen Teil ihrer Zeit damit ihr Futter zu suchen und zu erarbeiten. Auch Mäuse in der Heimtierhaltung möchten Ihr Futter nicht nur aus dem Fressnapf einsammeln. So kann das Futter zur Bewegung und Beschäftigung anregen:

  • Eine Kolbenhirse darf gern in den Käfig gehangen werden. Mitunter wird sie allerdings in einer Nacht zerlegt und gebunkert - dann sollten die Mäuse etwa eine Woche auf die nächste Kolbenhirse warten. Alternativ kann auch eine Flachsrispe gegeben werden.

  • Trockenfutter wird nur teilweise in den Napf gegeben. Es kann auch teilweise im Gehege verstreut werden. Es ist aber darauf zu achten, dass die Tiere ihre Kleinsämereien wirklich finden können, ggf verstreut man einen Teil davon auf den uneingestreuten Etagen.

  • Verstecken Sie das Trockenfutter in Heubergen, in Eierkartons und Pappröhren (dort können Sie zusätzlich Taschentücher vorstecken wenn die Mäuse erstmal raus haben, dass sie dort Futter finden werden sie die Taschentücher umso schneller raus graben), im Holzklabyrinth, Erdnüsse mit Schale und Kerne werden in den Erdebuddelkasten oder in den Sand gesteckt usw.

  • Beliebt sind auch Futterspieße, dazu spießen Sie einfach Gemüse und Obst auf Metalspieße die es extra zu dem Zweck im Zooladen gibt und hängen sie ins Gehege.
  • Frischfutter kommt teilweise in den Fressnapf. Allerdings kann man auch das Frischfutter verstecken. Hängen Sie es an die Decke oder verstecken Sie es in einem Taschentuch, zerknülltem Papier, einem Pappkästchen oder einer Pappröhre.

  • Ebenfalls sehr beliebt sind kleine Graswiesen. Dazu nehmen Sie einen Blumentopf oder eine Keramikpflanzschale und füllen diese mit ungedüngtem Torf. Dort hinein können Sie dann Verschiedenes aussähen, beliebt sind Mischungen aus Weizen, Gerste, Hafer, Gras,mit einem kleinen Anteil Kräuter wie Dill und Petersilie. Wenn das Grün ca. 10 cm hoch steht, können Sie Ihren Mäusen diese "kleinen Wiesen" zum fressen und auseinander nehmen in den Käfig stellen. Gewöhnen Sie die Tiere vorher langsam an das ungewohnte Grün.

Frischfutter

Füttern Sie Grünfutter nur in solchen Mengen, dass es schnell verzehrt wird. Geben Sie kleine Portionen und vergewissern Sie sich, dass die Mäuse Frischfutter nicht bunkern. 1 x am Tag eine kleine Portion Frischfutter reicht gut aus. Mäuse sind von Natur aus keine großen Grünfutterfans, es kann sein, dass sie ihr Frischfutter nicht anrühren bzw. nur sehr selten und wenig davon aufnehmen, aber anbieten sollten Sie es trotzdem immer wieder. Manche Mäuse hingegen lieben Frischfutter, sie dürfen solchen Mäusen gern etwas mehr anbieten.Waschen Sie das Frischfutter vor dem Verfüttern gründlich.

Eine einfache Auflistung von geeignetem Frischfutter:
Gemüse sollte vermehrt gegeben werden, Obst in kleineren Mengen

Gemüse:
Fenchel, Möhren, Gurken, Paprika, frischer Mais (Nur wenige Körner!), Tomaten (ohne Grün, giftig!), Kürbis, Broccoli, Blumenkohl, Sellerie, rote Beete und Zucchini. Sie können auch verschiedene Salatsorten verfüttern, aber immer nur in geringen Mengen, sie sind meist stark Nitrathaltig und können in großen Mengen zu Durchfall führen. Gegeben werden können: Feldsalat, Chicoree, Eisbergsalat, Endiviensalat, Mangold und Bio Kopfsalat.

Obst
Äpfel, Bananen, Weintrauben (ohne Kern), Orangen und Mandarinen (sehr wenig), Birnen, Kiwi und Melonen
Auch verschiedene Beeren sind zum Verfüttern geeignet, immer nur eine Beere pro Tag, gegeben werden können: Erdbeeren (nur ein viertel), Johannisbeeren; Heidelbeeren, Stachelbeeren, Himbeeren und Brombeeren.

Von dem Verfüttern von Steinobst möchten wir eher abraten, es führt häufig in Verbindung mit Wasser zu starken Blähungen oder Durchfall. Wenn Sie trotzdem Kirschen, Pfirsiche und Co verfüttern möchten, dann immer nur sehr sehr kleine (fingernagelgroße) Mengen.

Nicht verfüttern sollten Sie: die meisten Kohlarten (blähen sehr stark) und Kartoffeln samt Kraut, Papaya, Avocado sowie natürlich Zimmerpflanzen.

Kräuter/Blätter/Blüten, Unverträgliches und Giftiges

Außerdem können Sie auch verschiedene Kräuter, Blätter und Blüten verfüttern. Sie können diese im Sommer von ihren Spaziergängen mitbringen (bitte nicht an Straßenrändern und Hundeklos pflücken) oder auf der Fensterbank ansähen oder auch getrocknet verfüttern, folgendes ist geeignet: Brombeerblätter, Dill, Gänseblümchen, Grüner Hafer, Haselnussblätter, Hirtentäschelkraut, Johannisbeerblätter, Kamille, Kornblumenblüten, Löwenzahnwurzel mit Kraut, Melisse, Petersilie, Pfefferminzblätter, Ringelblumenblüten, Sauerampferkraut, Schafgarbe, Sonnenblumenblüten, Spitzwegerrichkraut, Vogelmiere. Sowie natürlich Gras und auch die grünen Halme von verschiedenen Getreidesorten dürfen verfüttert werden, sie sollten aber nur selbstgezogen sein, den man weiß nie, ob das Feld an dem man pflücken möchte gerade gedüngt oder gegen Ungeziefer gespritzt wurde!

Verfüttern Sie nur Pflanzen, die Sie als ungiftig für Mäuse kennen. Pflanzen die uns harmlos erscheinen, können für Mäuse giftig sein!

Wer sich nicht sicher ist, ob Kräuter ein sinnvolles Futtermittel dar stellen, sollte hier weiter lesen:
Die Kräuter-Gerüchteküche

Folgende Pflanzen sind für Mäuse eher unverträglich:

Aubergine, Avocado, Hülsenfrüchte (Linsen, Erbsen, Bohnen), Kartoffeln (enthält sehr viel schlecht verdauliche Stärke im Rohzustand, grüne Stellen, Triebe und Grün sind giftig), Klee, die meisten Kohlarten, wie z. B. Weißkohl, Rotkohl, Rosenkohl, Papaya, Radieschen, Rettich, Rhabarber, Zwiebelgewächse wie Schnittlauch, Porree, Knoblauch und Zwiebeln.

Giftig sind unter Anderem folgende Pflanzen:

Agave, Aloe Vera, Alpenveilchen, Amaryllis, Anthurie, Aronstab, Azalee, Bärenklau, Bärlauch, Berglorbeer, Bilsenkraut, Bingelkraut, Bittersüßer Nachtschatten, Blauregen, Bocksdorn, Bohnen, Buchsbaum, Buschwindröschen, Christrose, Christusdorn, Efeu, Eibengewächse, Einblatt, Eisenhut, Essigbaum, Farne, Fensterblatt, Fingerhut, Geranien, Ginster, Goldregen, Gundermann, Hahnenfuss, Hartriegel, Heckenkirsche, Herbstzeitlose, Holunder, Hundspetersilie, Hyazinthe, Ilex, Jakobsgreiskraut, Kalla, Kartoffelkraut, Kirschlorbeer, Kornwicken, Lebensbaum, Liguster, Lilien, Lonicera, Lupine, Maiglöckchen, Mistel, Narzissen, Oleander, Osterglocke, Primel, Rebendolde, Robinie, Sadebaum, Sauerklee, Schachtelhalm, Schlierling, Schneebeere, Schneeglöckchen, Schöllkraut, Seidelbast, Sommerflieder, Stechapfel, Tollkirsche, Wacholder, Wolfsmilchgewächse (alle), Wunderstrauch, Zypressenwolfsmilch.

Wenn Sie sich unsicher sind, fragen Sie erst Ihren Tierarzt oder uns, eine Liste mit Giftpflanzen finden Sie auch hier: Giftpflanzendatenbank Uni Zürich.

Tierische Nahrung

Mäuse sind keine reinen Vegetarier, sie möchten hin und wieder auch etwas tierische Nahrung auf ihrem Speisezettel finden, das schmeckt nicht nur gut, sondern beugt auch Mangelerscheinungen vor, geeignet sind: Mehlwürmer/Zophobas 2 - 3 Würmchen pro Woche können Sie den Mäusen anbieten. Füttern Sie Mehlwürmer und Zophobas nur aus der Hand (aber vorsichtig, Mäuse können sehr heftig zubeißen wenn sie Hunger haben), damit sie keine Chance haben evtl. im Mausgehege zu überleben und neue Populationen zu gründen, das wäre sicher nicht in Ihrem Sinne. Wie Mehlwürmer unter zu bringen sind und was man sonst über sie wissen muss, können Sie hier nachlesen: Mehlwürmer

Magerquark und auch Magermilchjoghurt, Fruchtjoghurt können in geringen Mengen gereicht werden, ein gestr. Teelöffel pro Tag höchstens, zu viel davon führt zu Durchfall.

Hartgekochte Eier können ebenso hin und wieder mal angeboten werden wie fettarmer milder Käse (ohne Schimmel), Hüttenkäse und auch Katzenleckerchen (ohne extra zugesetztes Taurin, oder in kleinen Mengen) und Hundekuchen/Hundemüslie (zuckerfrei!), ideal sind bei Katzenleckerchen und Hundekuchen folgende Werte: 22 % Rohprotein und 4 - 5 %Rohfett.

Zahnpflege

Damit die Mäuse ihre Schneidezähne gut abnutzen können, sollten ihnen immer frische Zweige zum Benagen zur Verfügung stehen.

Welche Zweige geeignet sind, ist hier nachzulesen:
Frischfutterliste / Zweige

Altes, hartes Brot ist ungesund. Brot enthält zu viel schwer verdauliche Stärke und oft auch Konservierungsstoffe, Backtriebmittel und Salz, somit ist es für Mäuse eher schwer verdaulich. Außerdem finden sich auf altem Brot oft Schimmelsporen. Brot sorgt bei übermäßiger Fütterung für Übergewicht. Es sollte deshalb eher nicht verfüttert werden.

Unser Tipp: Als besonderes Leckerlie und zum Zähne abschleifen sollten Sie Ihren Mäusen gelegentlich (nicht öfter als einmal im Monat), harte, zuckerfreie und hochwertige Hundekuchen gönnen.

Wasser:

Mäuse sollten grundsätzlich einen Wassernapf oder eine Wasserflasche im Gehege haben. Das Wasser sollte täglich gewechselt werden. Achten Sie auf eine weiche Wasserqualität. Oft decken die Tiere ihren Wasserbedarf über das gereichte Frischfutter. Aber bei einem Wetterumschwung, bei trockener Heizungsluft oder auch bei einer beginnenden Infektion ist es lebensnotwendig, dass Mäuse unverzüglich Zugang zum Wasser haben, ein Wassermangel könnte dann sehr schnell zur Austrocknung der Tiere führen. Mehr Informationen zum Thema finden Sie hier: Welches Wasser für Kleintiere?

Sonstiges

Salzlecksteine sind überflüssig bis ungünstig. Ein gesund ernährtes Tier bekommt seine Salze und Mineralien über das Futter (Kräuter!), es benötigt keine billigen Kochsalze. Salzlecksteine sind sogar mitunter gefährlich, wenn ein Tier zu viel dran leckt oder sie sogar annagt kann es zu einer Natriumchloridüberversorgung kommen, eine Folge wären starke Nierenprobleme, sollte ein Stein ganz verzehrt werden, kann es schlimmstenfalls zu Nierenversagen und somit zum Tod des Tieres führen. Salzlecksteine die mit Mineralien und anderen Spurenelementen versetzt sind, können zu einer Nitratüberversorgung führen. Sollten die Tiere nur selten am Stein lecken ist dieser ungefährlich, aber benötigt wird ein Stein bei einer abwechslungsreichen Ernährung nicht.

Kalksteine bestehen zum größten Teil aus Kalzium, nagen die Tiere zu sehr daran (meist aus Langeweile), führt das zu einer zu hohen Kalziumresorption, (Kalzium/Phosphorungleichgewicht)was zu Harnsteinbildung und zu Organverkalkung führen kann. Ein gelegentliches Nagen am Kalkstein schadet nicht, allerdings bekommen die Tiere über Kräuter und Grünfutter genug Kalzium zugeführt.

Eine zusätzliche Vitamingabe ist bei artgerecht ernährten und gesunden Mäusen nicht nötig. Eine Vitaminüberversorgung kann krank machen. Vitamintropfen die ins Wasser gegeben werden sind schlecht zu dosieren und lassen das Wasser gerade im Sommer schnell "umkippen" Bakterien können sich ausbreiten und so macht Vitaminversetztes Wasser die Tiere eher krank, als das es helfen würde sie gesund zu erhalten.

Im Krankheitsfall kann es nötig sein, dem Tier zusätzliche Vitamine oder Mineralien zuzuführen, dies sollte aber nicht ohne ausführliche Beratung durch einen Tierarzt und niemals ohne Tierärztliche Anweisung geschehen.