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Streifenmaus

von Angelus Noctis

Herkunft

Von den Streifenmäusen gibt es zehn Arten, wobei die die Afrikanische Vielstreifenmaus (Lemniscomys barbarus) und die Tüpfelgrasstreifenmaus (Lemniscomys striatus), von denen es mehrere Unterarten in fast ganz Afrika gibt, die bekanntesten sind. Man findet die Tiere vor allem in Savannen und offenem Grasland. Dort bleiben sie überwiegend am Boden und bewohnen hauptsächlich die Gänge, die sie ins Gras arbeiten. Klettern können sie eher schlecht und tun es in freier Natur auch selten.

Habitus

Die Tiere leben in der freien Natur in großen Kolonien und können deshalb auch als Heimtiere in größeren Gruppen gehalten werden. Streifenmäuse gelten als wechselaktiv, also in einem bestimmten Stundenrhythmus. Sie zeigen jedoch eine deutliche Tendenz zur Tagaktivität. Mit einer Kopf-Rumpflänge von neun bis zwölf Zentimetern und einer Schwanzlänge von zehn bis dreizehn Zentimetern sind sie deutlich größer als Farbmäuse und mit Gewicht von 35 - 55g auch deutlich schwerer.

Wer sich Streifenmäuse anschafft, sollte zudem unbedingt bedenken, dass sie keine Streicheltiere und auch sehr stressempfindlich und sensibel sind. Außerdem gibt es Zuchtstämme, deren Tiere ein eher labiles Sozialgefüge aufbauen. In den Gruppen kann es dann zu Beißereien mit schweren Verletzungen kommen, ohne dass der Halter den Grund erkennen kann. Veränderungen im Umfeld und häufige Störungen können zu Aggressionen in der Gruppe führen, wobei sich die Tiere schwer bis tödlich verletzen können. Wie aggressiv die einzelnen Tiere sind, hängt von der Blutlinie ab. Aufgrund dieser Aggressivität sind es KEINE Anfängertiere! Streifengrasmäuse gehören nur in Hände von Haltern, die mit Mäusen bereits Erfahrungen gemacht haben.

Behausung

Als Behausung eignen sich große, gut belüftete Terrarien ab Länge 100 Breite x 50 x Höhe 100 cm, umgebaute Schränke oder Volieren, die auch einen Holzrahmen haben dürfen, da Streifenmäuse kaum nagen. Dabei sollte man immer bedenken, dass Streifenmäuse eher laufen und schlecht klettern. Sie können mit vielen Etagen, Schrägen und dicken Ästen mehr anfangen als mit dünnen Zweigen, Leitern oder gar Seilen.

Als Einstreu eignet sich Kleintierstreu, und andere saugfähige Untergründe, da Streifenmäuse relativ viel trinken und entsprechend viel Urin absetzen.

Zum Nestbau kann man fast alles fasrige anbieten: Heu, Stroh, Kapok, Kokosfasern und vieles mehr. Ein Sandbad und Versteckmöglichkeiten wie Häuschen, Korkröhren oder ähnliches gehören ebenfalls zur Grundausstattung.

Streifenmäuse sind zudem wärmeliebend. Das Temperaturoptimum liegt zwischen 20 und 23°C. Für einen beheizten Terrarienstein oder Rotlicht sind sie vor allem im Winter sehr dankbar.

Ernährung

Das Trockenfutter für Streifenmäuse sollte zum überwiegenden Teil aus den verschiedensten Sämereien bestehen. Dafür eignet sich eine Mischung aus Wellensittich- und Exotenfutter mit etwas pelletlosem Nagerfutter. Dazu freuen sich die Tiere immer über verschiedenstes Saftfutter, da sie auch in freier Natur viel Grünes fressen. Zudem benötigen sie tierisches Eiweiß. In freier Natur fressen sie Schnecken, Spinnen und andere Wirbellose. In der Heimtierhaltung hat sich die Gabe von frischen und getrockneten Insekten (Mehlwürmer, Zophobas, Schaben, Heuschrecken, Grillen, etc.) und ggf gekochtem Ei bewährt.

Nachwuchs

Der Brunstzyklus beträgt bei Streifenmäusen drei bis fünf Tage. Nach einer Tragezeit von 21 Tagen kommen in der Regel vier bis sechs Junge mit einem Geburtsgewicht von zwei bis drei Gramm als Nesthocker auf die Welt. Etwa nach 12-14 Tagen öffnen sie die Augen, entwöhnt sind sie dann mit etwa vier Wochen. Die Geschlechtsreife tritt erst nach acht Wochen ein. Als erwachsen gelten sie aber erst ab dem sechsten Lebensmonat. In Gefangenschaft erreichen sie ein Durchschnittalter von zwei bis vier Jahren.

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Mäuseasyl/Streifengrasmaus

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