Deko Verschenke keine Tiere! Deko

Samson

Samsons Geschichte

Bei einem Blick in einen Anzeigenmarkt im Internet las ich: Hamster zu verschenken. Da ich gerade eine Anfrage nach einem Notfallhamster von einer ganz tollen Tierhalterin hatte, dachte ich mir, ein Anruf kann nicht schaden, vielleicht ist das ja der richtige Hamster. Bei dem Anruf kam dann heraus: da wurde wiedermal ein Goldhamster zum Spielen für ein Kind angeschafft, aber er beißt das Kind und muss nun natürlich deshalb weg. Als wir den armen Samson abholten, vegetierte er in einem Plastikminikäfig dahin. Die einzige Einrichtung bestand aus einem kleinen Laufrad und einer durchsichtigen Röhre, in der er auch schlief. Kein Wunder, dass er da bissig wurde, vom Kind bespielt, im Gehege keine Rückzugsmöglichkeit. Samson sah richtig fertig aus. Also wurde er schnell in die Transportbox gepackt (die größer war als der Käfig) und mitgenommen. Zuhause angekommen schaute er uns schon recht neugierig an ->
      Samson

Das Sams (wie wir Samson dann nannten) war zuerst völlig verschreckt, er fiel vor Angst um, kreischte und war richtig in Panik. Er traute sich nicht ins sein Haus und war allein von der Größe seines Überganggeheges (120 x 60 x 50 cm) wohl völlig verängstigt. Sobald wir uns dem Käfig näherten, fing er an zu kreischen und fiel sogar vor Angst um, wenn wir nur den Futternapf hinein stellten. Er fand dann aber schnell das Wodent Wheel Laufrad und zog dort ein. Erst rannte er fast nur im Rad, da es dabei stark hin und her wackelte, habe ich dann kurzerhand einen Ytongstein drunter genagelt, damit es fest steht. Sams schlief auch erstmal nur im Rad, nahm sein Futter mit ins Rad - er lebte im Rad.

Samson im Rad

Nach einer Woche sah ich ihn das erste Mal ins Haus gehen. Es dauerte noch ein paar Tage, dann fing er endlich an, sich im Haus ein Nest zu bauen und langsam bewegte er sich auch mehr durch das Gehege. Zuerst war er auch Tag und Nacht wach und immer in Alarmbereitschaft. Nach ein paar Tagen fing er an, tagsüber im Rad zu schlafen und nur Nachts zu laufen. Nach drei Wochen war er dann soweit, dass er zwar immer noch bis in den späten Morgen im Rad schlief, aber über Tag zog er sich dann doch, wie ein normaler Hamster, in sein Nest zurück und wir waren richtig glücklich, als er dann einen hamsternormalen Tagesrythmus entwickelte: Tagsüber schlafen, Abends gegen 21.30 Uhr aufstehen. Nachts Futter sammeln (das hat er schnell gelernt), Nest bauen und Dinge kaputt machen und im Rad rennen - aber längst nicht mehr so hektisch. Nachdem dann das extra für ihn bestellte Holzgehege ankam und fertig zusammen gebaut war und das Sams sein neues Gehege angenommen hatte, zog er zu seiner neuen Futternapffüllerin. Diese wurde von ihm erstmal herzhaft in den Finger gebissen, dieser entzündete sich sogar. Aber das war völlig egal: es ist ein echtes Happy End. Die neue Besitzerin liebt ihren Sams, sie schwärmt von seinen Knopfaugen, beobachtet jeder seiner Bewegungen, freut sich über jeden Fortschritt den er macht (er frisst schon aus der Hand ohne zu beißen) und ist einfach glücklich, dass sie diesen kleinen Racker hat.

Futter

So wohnt das Sams jetzt:
Samsons Gehege