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Unser Wieselchen (Pirum Mustela Cavia)

Wieselches Geschichte

Aktuelle Einträge finden sich immer oben - also ist dieses Tagebuch von unten nach oben zu lesen falls man neu einsteigen möchte.

23.11.06

Wieselchen zieht sich immer mehr zurück. Sie ist ein echtes Einzelgängerschweinchen geworden, selten sitzt sie bei der Gruppe, zum Fressen erscheint sie immer öffter als Letzte und oft genug müssen wir sie sogar extra holen, weil sie sich nicht entscheiden kann, ob sie Fressen gehen soll oder nicht. Wir haben unsere Gruppe lange und intensiv beobachtet, aber sie wird augenscheinlich von keinem anderen Tier gemoppt, wenn sie zum Fressen erscheint, sitzt sie auch friedlich mit allen zusammen und wird nicht weggehackt. Es wirkt fast so, als hätte sie Depressionen oder Schmerzen. Andererseits kann sie sich voll auf ihre Hinterbeine stellen wenn sie oben an die Heuhalme von der Raufe will - würde sie das tun, wenn ihr Beinchen ihr weh tun würde? Abtasten erbrachte kein Befund, sie ist nirgens druckempfindlich, auch am Bein nicht, das Gelenk ist unverändert und ihr Gewicht ist seit Monaten unverändert. Trotzdem bin ich irgendwie besorgt wegen Wieselchen.

14.08.06

Wieselchen hat sich super von der OP erholt. Die Narbe ist nun kaum noch zu sehen - nur das elende Silber ist nicht aus dem Fell zu bekommen. Leider ist sie seit der OP etwas zurückhaltender uns gegenüber. Sie zieht sich auch sonst sehr zurück, liegt am liebsten etwas abseits in einem Eckhaus, kommt meist als eine der Letzen zum Fressen und will im Grunde meist ihre Ruhe haben. Sie hat etwas Übergewicht, wohl weil sie wegen dem Hinkebeinchen wenig Bewegung hat. Das Bein verändert sich nicht, was schonmal ein gutes Zeichen ist - es wird zumindest nicht schlimmer und sie belastet es nach wie vor normal (sie putzt sich damit, stellt sich auf die Hinterbeine wenn sie oben an die Heuraufe will etc.) nur beim Laufen ist es eher hinderlich.

30.06.06

Leider wurde der Grützbeutel auf Wieselchens Rücken, trotz regelmäßigem Spülen immer größer und das Ausdrücken und Reinigen bereitete ihr auch zunehmend Schmerzen. Darum haben wir beschlossen, es operativ entfernen zu lassen. Sie mußte 3 x nachgespritzt werden, sie wollte sich auf keinen Fall Betäuben lassen, sie ist eben ein zähes kleines Mädel .. aber dann lag sie doch, die OP ist gut verlaufen und 4 Stunden später fängt sie auch schon wieder an, Löwenzahn und Gras zu kauen.

01.06.06

Nach langer Zeit mal wieder ein Bericht vom Wieselchen. Sie hat hin und wieder stärkere Schmerzen im Bein und wird dann behandelt. Aber es hat sich nun deutlich gezeigt, dass es wohl kein Tumor am Gelenk ist, es wächst nicht weiter sondern ist gleichbleibend. Sie kann das Bein kaum benutzen - aber kommt so ganz gut zurecht. Sie hat sich voll in die Gruppe eingelebt und man merkt ihr das "kleine Problem" kaum an. Von Zeit zu Zeit muss die eitriege Talgdrüse gereinigt werden, aber sonst macht ihr das keine Probleme, so dass wir von einer OP absehen. Ihre Füße sind immer noch manchmal stark gereizt und werden regelmäßig eingecremt. Ihr Töchterchen Feng ist ebenfalls putzmunter, sie ist ein süßer kleiner Wildfang und ich bin froh, dass wir sie behalten haben. Ihr Sohn Dave hat sich in seinem neuen Zuhause mit den anderen Böcken angelegt - kleiner pubertärer Fratz. Aber jetzt ist er kastriert und scheint sich wieder zur beruhigen.

09.01.06

Leider zeigt es sich deutlich, dass Wieselchen immer mehr Probleme mit dem Bein hat. Die Verdickung am Gelenk wächst und das Bein ist schmerzempfindlicher. Sie hat eine Entzündung im Bein und bekommt dagegen derzeit ein AB, es schlägt glücklicherweise an. Außerdem hat sie am Rücken wieder eine kleine Entzündung, das war zu erwarten, sie hatte ja eine eitriege Talgdrüse die Abszessartig angeschwollen war - dort hat sich nun wieder etwas Eiter gesammelt, so das die Drüse gereinigt werden muss - das ist Schmerzhaft, entsprechend ist Wiesel auf uns nicht gut zu sprechen. Ihre Tochter traut uns auch immer noch nicht so ganz über den Weg - leider habe ich zu wenig Zeit um mich intensiv mit Gurken beliebt zu machen. Ansonsten ist Feng aber rotzfrech, klaut den Alten das Futter und hopst und springt munter durchs Gehege - und wächst und wächst und wächst.

28.12.05

Am 23.12. war es dann schon so weit, Barbaren Dave ist zu Susi gezogen. Er scheint sich dort super mit den Anderen Böcken zu verstehen, hat sich gleich mit dem Chef angefreundet und bringt die Bande richtig auf Trab. Seine Schwester Feng hat den Auszug nicht so recht verkraftet, 2 Tage lang lief sie immer der Mama hinterher, rief ihren Bruder, war verunsichert und sehr schreckhaft. Langsam beruhigt sie sich aber wieder. Wiesel scheint ihren Filius nicht zu vermissen, na er hat sie wohl genug geärgert. Wiesel hält ihr Idealgewicht von 850 g und ist auch sonst ein munteres und extrem anhängliches Schweinchen, für ein paar Erbsenflocken bleibt sie sogar sitzen und läßt sich streicheln.

21.12.05

Die beiden Babys haben uns wirklich gut auf Trab gehalten. Es sind ein Junge (wir nannten ihn Barbaren Dave) und ein Mädchen (mit Namen Schwester Feng). Der Minibrommsler Dave wächst leider rasant, heute bringt er schon knapp 240 g auf die Waage - und er besteigt und bebrommselt alle Mädels im Gehege. Er ist wirklich frühreif, so dass er mit 3 Wochen schon ausziehen muss. Er zieht zu Susi, wo auch die beiden anderen Herren hingekommen sind, die mit ihr ausgesetzt waren und die wir für Wieselchens Söhne halten. Wieselchen selber ist putzmunter, läuft wieder gern und bettelt ständig um Futter, man muss arg aufpassen, ihr nicht zu viel zu geben, sie neigt zum Übergewicht. Sie ist so eine liebe Maus und so anhänglich, sie läßt sich sogar über den Rücken streichen (naja, wenns dabei Erbsenflocken gibt, sonst nicht).

03.12.05

So lange hat es dann doch nicht mehr gedauert - am Samstag Mittag zwischen 13 und 14 Uhr bekam das Wieselchen ihre drei Babys. Wir durften ihr dabei zuschauen. Oma Lisa und Alaska haben ihr geholfen. Leider war eins der Babys scher missgebildet, wir mußten es zum Notarzt bringen um es einschläfern zu lassen. Aber die anderen beiden Minis sind putzmunter, erkunden schon große Teile vom Gehege, tollen umher, putzen sich, raufen miteinander und nerven die Mama (oder auch Milchbar - denn genau das ist das Wieselchen jetzt ja). Wieselchen hat direkt nach der Geburt wieder angefangen zu fressen, ist putzmunter und kümmert sich superlieb um die Babys - eine richtige Supermama.

29.11.05

Das Wieselchen wird immer runder und immer runder - irgendwann platzt sie noch. Heute wiegt sie 1362 g. Dabei sind es doch nur 3 Babys, Himmel wie groß werden die denn? Sie bewegt sich auch gar nicht mehr so gern und das Laufen fällt ihr sehr schwer. Interessant finde ich, dass sie nie allein ist, sie ist immer in Begleitung eines anderen Schweinchens. Auch wenn sie irgendwo liegt und schläft oder sich nur ausruht ist Jemand bei ihr. Sonst sind meine Schweinchen nicht so anhänglich, sie liegen lieber etwas auseinander. Ob die Anderen wohl auf sie aufpassen? Sie sind auch recht nett zu ihr (naja, so nett Meerschweinchen halt sein können). Das Wieselein ist auch sehr anhänglich und weiß genau, wie sie mich dazu bringt, ihr noch mehr Extrafutter zukommen zu lassen. Ich hoffe sie bringt ihre Babys bald zur Welt, aber rein rechnerisch kanns noch dauern, das letze Mal war sie wohl so um den 11.10. mit Böcken zusammen - wenn sie da erst gedeckt wurde kanns noch gut bis zum 20 oder gar bis Heiligabend dauern, bis die Babys kommen.....

14.11.05

Heute waren wir mit Wieselchen bei einer Tierärztin. Wir wollten ganz genau wissen, was mit ihren Beinchen ist - und ob sie schwanger ist (ok, beim abhören ihres Bauches hat etwas gegen das Stetoskop getreten, da war ich mir schon Gestern sicher, dass da Babys im Anmarsch sind, aber ich habe lieber Gewissheit). Das Röntgenbild ergab leider, dass die kleine Dame keinen einfachen Bruch hat, sondern eine Wucherung am Kniegelenk - woher diese kommt, kann man nicht genau sagen, es könnte ein verheilter Bruch sein, oder Krebs oder sonstwas - wir werden noch eine zweite Meinung einholen. Des weiteren zählten wir 3 Meerschweinchenbabys im Bauch - unser Wieselchen ist also guter Hoffung - und wir sind gespannt. Ihr Umfang hat auch schon beträchtlich zugenommen, von 850 g beim Einzug ist sie auf Birnenmäßige 1172 g angewachsen.

01.11.05

Das Wieselchen hat sich mit einigen Meerschweinchen im Gehege enger angefreundet. Sehr gern hat sie den Barry um sich - na welche Dame hat das nicht? Sie hat auch ihren absolute Lieblingsliegeplatz gefunden: unter der Heuraufe vorne im Gehege. Das ist natürlich für uns toll, weil wir sie dort immer sehen können - für sie ist es klasse, weil sie immer sofort sehen kann, wann ich ins Zimmer komme - und dann muss sie sofort angelaufen kommen und fragen, ob sie ein Leckerchen bekommt . Weil sie sooooo lieb fragt, fällt viel zu oft eine Erbsenflocke in ihr Mäulchen - da muss ich lernen mich zu beherrschen, sonst wird ihre Form noch Birniger. Ihr Fell wächst langsam nach. Das Humpeln wird wohl einfach bleiben - sie ist damit aber sehr flinkt und ich glaube mitlerweile ganz sicher, dass sie keine Schmerzen hat, sie stützt sich an ihrer Heuraufe oft sehr lange ab um von Oben zu fressen und steht dabei nur auf den kaputten Beinchen - das würde sie wohl kaum tun, wenn es weh täte.

26.10.05

Weil sie aussieht wie ein Wiesel nannte Sascha die kleine Maus von Anfang an sein "Wieselchen" - also hatte sie den Namen weg und so bleibt es wohl auch. Ihre lateinische Bezeichnung - laut Sascha - ist wohl Pirum Mustela Cavia - wegen der besonders hübschen Birnenform der kleinen Wieselmaus. Sie ist ein tapferes Schweinchen, sie ist putzmunter, verfressen, läßt sich sehr gern fotografieren und hat sich schnell mit allen anderen Meerschweinchen im Gehege angefreundet. Allerdings kommen einem die Tränen, wenn man sie laufen sieht. Das rechte Bein hält sie meist in Schonhaltung, also angewinkelt und benutzt es kaum. Sie kann es nur schlecht strecken so dass es sie beim schnellen Laufen eher stört, sie belastet das Bein nur beim langsamen Gehen (und sie rennt lieber - sie genießt es schnell zu laufen). Das andere Füßchen macht ihr auch Probleme, die gebrochenen Zehen sind steif und so kann sie den Fuß nicht abrollen - sie hinkt sehr sehr stark. Andererseits belastet sie beide Beine und putzt sich damit und wirkt sehr munter.

14.10.05

Am Freitagmorgen, bekam ich einen Anruf von einer Tierärztin. Vor ihrer Tür hatte sie 3 Meerschweinchen im Karton ausgesetzt gefunden. Die Tierärztin konnte die Tiere nicht behalten und so nahm ich sie zur Vermittlung auf. Es waren 2 Böcke - stramme kleine Burschen um die 500 g - und ein Weibchen das 800 g wog. Sie sahen sich alle recht ähnlich, von daher nehmen wir an, dass es sich um Mutter und Söhne handelt.

Die kleinen Jungs konnte ich gleich in wirklich gute Hände vermitteln und so zogen sie noch am Sonntag in die Nähe von Hannover zu Susi - hier mehr davon: Daves World.

Die Mama war allerdings nicht wirklich in einem Vermittelbaren Zustand. Zuerst fanden wir nur Stellen im Fell, die darauf hindeuteten, dass dort ein Grabmilbenbefall gewesen ist oder noch statt findet. Dann fanden wir noch Pelzmilben und ein recht großes, eitergefülltes Loch am Rücken. Ihre Fußsohlen sind an den Hinterpfoten wund und schorfig und 2 Zehen an der linken Pfote waren offensichtlich gebrochen. Wir nahmen an, sie hinkt, weil ihre Füße weh tun, aber beim Auslauf wurde dann klar: sie belastet das rechte Bein nicht. Der Tastbefund erbrachte den Verdacht auf einen schief verheilten Bruch im Oberschenkel oder etwas in der Art.

Dass dieses geschundene Tier nun nicht vermittelt werden kann ist ja wohl klar, sie soll hier zur Ruhe kommen und vergessen, was man ihr angetan hat. Nach einer Woche Parasitenquarantäne darf sie zu den anderen Schweinchen in unser Gehege.


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