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Tagebuch einer Rennmausvergesellschaftung

Am 27. April 2007 verstarb unser Rennmausbock Sparc sehr plötzlich im (geschätztem) Alter von ca. 3 Jahren, nachdem er 31 Monate bei uns gelebt hat. Sein Partner Alpha sollte natürlich nicht allein bleiben. Es ist allerdings nicht ganz leicht, einen älteren Rennmausherren zu vergesellschaften und noch schwerer ist es, einen Rennmausbock zu finden, der in einem ähnlichem Alter ist. Über ein Internetforum fanden wir dann aber doch einen netten, ca. 2 Jahre (geschätzt) alten, Rennmausbock namens Persy, mit dem wir nun eine Vergesellschaftung wagen. Auch Persy hatte seinen Partner verloren, beide Rennmausherren waren zum Zeitpunkt des Vergesellschaftungsbeginns schon eine Woche allein.

Da es sich um ältere Rennmäuse handelt, werden wir bei der Vergesellschaftung sehr vorsichtig vorgehen. Die erste Zeit werden sie in einem Aquarium verbringen, dass in der Mitte mit zwei Gittern geteilt ist. Diese zwei Gitter sorgen dafür, dass die Rennmäuse sich zwar sehen und riechen, aber nicht erreichen können. Täglich werden die beiden Rennmäuse dann umgesetzt, damit jeder den Geruch des Anderen kennen lernt. Nach einigen Tagen wird eins der Gitter entfernt, damit die Renner sich näher kommen können. Die Gehege werden sehr spartanisch eingerichtet, nur Streu, Sandbad, Nistmaterial (Heu, Taschentücher), sowie zur Beschäftigung Toilettenpapierrollen, dazu natürlich Wasserflaschen, Trockenfutter und Frischfutterspieße. Die Gehege sind deshalb so langweilig und ohne Häuser oder Laufräder eingerichtet, damit die Rennmäuse sich nicht anderweitig beschäftigen, sondern aus Langeweile anfangen, sich miteinander zu befassen.

Alle Bilder dieses Tagebuches sind hier zu finden:
Tagebuch einer Rennmausvergesellschaftung in Bildern

1. Tag / 05.05.2007

Heute ist Persy nach einer längeren Autofahrt hier angekommen. Schon am Vortag haben wir ein Gehege mit Trenngittern vorbereitet. Nachdem Persy sich von seiner Autofahrt ein wenig beruhigt hatte, wurden beide Rennmäuse gleichzeitig in das Gehege gesetzt. Persy links, Alpha rechts. Beide Renner haben sofort angefangen, das Gehege zu erkunden und umzubuddeln. Nach kurzer Zeit fingen sie auch an, sich Nester zu bauen und zwar jeder in einer Ecke - somit wählten sie die am weitesten auseinander liegenden Punkte die sie nur wählen konnten. Sie scheinen sich beide überhaupt nicht füreinander zu interessieren - oder gehen sie sich absichtlich so aus dem Weg? Am Gitter treffen sie sich nicht.

2. Tag / 06.05.2007

Am Morgen schliefen beide Rennmäuse tief und fest in ihren kunstvoll gebauten Nestern. Gegen Mittag wurden sie aktiver, immer noch treffen sie am Gitter kaum aufeinander. Um 13 Uhr wurden sie umgesetzt, nun sitzt Alpha links und Persy rechts. Aufgeregt wurden die Gehege inspiziert und markiert. Sofort stürzten sie sich auf die Nester des jeweils anderen und nahmen sie teilweise auseinander. Beide wirken stark gestresst und aufgeregt. Wir können aber trotzdem keine Aggression fest stellen. Manchmal treffen sie am Gitter aufeinander, aber richtiges Interesse ist nicht zu sehen. Alpha ist nach dem Umzug einfach in Persys Nest gezogen und schläft viel, Persy hat Alphas Nest auseinander genommen und verlegt.

Um den Frust ein wenig zu mildern, gab es frische Grasähren, die von beiden gleich dankbar zerschreddert wurden.

3. Tag / 07.05.2007
Beide Rennmäuse verbringen den größten Teil ihrer Zeit damit zu schlafen. Sie langweilen sich sichtlich, aber stereotype Verhaltensweisen sind trotzdem noch nicht zu erkennen. Es wird kaum am Gitter genagt oder in Ecken gebuddelt. Alpha schaut manchmal intensiv zur anderen Gehegeseite... es wirkt fast so, als würde er Persy beobachten. Persy ist hingegen eigentlich nur am Essen interessiert und will gern aus dem Gehege raus, er kommt einem entgegen geklettert, sobald das Gehege geöffnet wird. Nach dem Umsetzen nahmen beide das Nest des jeweils anderen an.

4. Tag / 08.05.2007

Da die beiden Herren sich sichtlich langweilen, aber keinerlei Aggressionen zeigen, haben wir heute eins der Trenngitter entfernt. Nun sind beide Rennmäuse nur noch durch ein Gitter getrennt, sie können sich also berühren und beschnüffeln. Zuerst haben sie sich nicht beachtet, beide waren zu sehr damit beschäftigt, die Nester zu sortieren, die Toilettenpapierrollen auseinander zu nehmen und sich mächtig zu ignorieren. Zwischendurch hielten sie aber immer inne und schauten zum Anderen rüber. Dann haben sie wechselseitig immer mal am Gitter genagt und versucht sich durchzubuddeln. Und dann war es so weit, sie kamen sich vorsichtig näher und trafen sich am Gitter. Erst berührten sich die Nasen ... ganz vorsichtig wurde geschnüffelt und dann hat Alpha den Kopf etwas gesenkt, die Augen geschlossen und sich so weit vorgeschoben wie es ging. Es wirkte genauso, wie er sich immer unter Sparc geschoben hat um geputzt zu werden. Persy schnupperte neugierig, wusste aber nicht so recht, was er damit anfangen sollte.

Dann gingen sie wieder auseinander und kamen mehrfach wieder am Gitter zusammen. Alpha versuchte zu Persy zu kommen, aber er wirkte dabei nicht erregt oder gar aggressiv, sondern eher ruhig und fast flehend. Persy ist das alles noch eher suspekt, er lenkt sich viel ab, indem er sich putzt, das Nest ausbaut und dann doch immer wieder schaut, was nebenan passiert. Einmal ist er am Gitter hochgeklettert, es wirkte fast so, als wollte auch er versuchen, zu Alpha zu kommen. Aber bei beiden blieben die Nackenhaare unten, es wurde nicht gefiept, nicht gedroht, die Schwänzen peitschten nicht und sie wirkten beide eher so, als würden sie gern kuscheln und sich näher kennen lernen.

Nach ca. 1,5 Stunden sind dann beide Rennmäuse in ihre Nester gekrochen um zu schlafen. Nach dem Umsetzen sind sie immer ganz selbstverständlich in das Nest des anderen Gezogen, sie markieren kaum und wirken sehr friedlich. Ich hoffe, es bleibt so ruhig.

5. Tag / 09.05.2007

Es bleibt auch nach dem erneuten Umsetzen friedlich. Beide haben sich häufiger am Gitter getroffen. Alpha zeigt dabei großes Interesse an Persy, aber der interessiert sich mehr für den Frischfutterspieß, die Küchenpapierrollen und für jede Form von Futter die er findet. Alpha steht manchmal lange schauend am Gitter, er scheint unter der Einsamkeit sehr zu leiden und wird immer inaktiver - ich bin ein wenig besorgt ob diese Vergesellschaftung nicht zu anstrengend für ihn ist.

6. Tag / 10.05.2007

Ok, das was ich Heute gemacht habe, möchte ich im Normalfall nicht anraten!

Beide Rennmäuse waren die ganze Zeit superfriedlich und zeigten keine Minute Aggressionen. Ganz im Gegenteil, immer wenn sie sich am Gitter trafen, hat Alpha sein Köpfchen geneigt und wollte geputzt werden und Persil schnüffelte und zwar sehr lieb. Eben saßen sie wieder am Gitter, Alpha wirkte sichtlich frustriert, weil er nicht geputzt werden konnte und auch Persil zeigte deutlich, dass er diesen Zustand nicht erfreulich findet. Also habe ich kurzerhand aus jedem Nest Nistmaterial und Streu genommen, zusammen mit einem Haufen Trockenfutter flog es in die Transportbox und die kleinen Rennmäuse "flogen" hinterher.

Erstmal waren sie natürlich wegen der Enge des Transporters sichtlich aufgeregt und untersuchten ihre Umgebung aufmerksam. Dabei bewegten sie sich, wie zwei Rennmäuse die schon immer zusammen wohnen. Wenn Persil nicht ein wenig größer als der verstorbene Sparc wäre, könnte man meinen, es wäre mein altes Rennmauspaar (Persil hat die gleiche Färbung wie Sparc). Nach nur 20 Minuten steckte Alpha immer wieder seinen Kopf unter Persil und schon nach wenigen Minuten fing dieser auch an, Alpha zu putzen. Danach saßen beide eng zusammen gekuschelt an einer Futterstelle und teilten sich friedlich die dort liegenden Körner. Alpha sucht ständig den Körperkontakt zu Persil, ich hoffe, diesem wird das nicht doch mal zu viel. Alpha ist wirklich eine ziehmliche Kuschelmaus und sehr Kontaktsüchtig.

Ich möchte auf jeden Fall nochmal betonen, dass diese schnelle Vorgehensweise niemals bei Mäusen angewendet werden sollte, die sich am Gitter streiten oder überhaupt nur ansatzweise fiepen, mit den Pfötchen trommeln, deren Schwanz beim Schnüffeln am Gitter zuckt oder die sonstwie zeigen, dass sie sich nicht mögen. So schnell darf nur vorgegangen werden, wenn die Mäuse mehr als überdeutlich zeigen, dass sie sich lieb haben wollen!

Fortsetzung am Abend:

In der Transportbox hatten sich Alpha und Persil einfach nur schrecklich lieb, sie kuschelten, versuchten so eng wie möglich zusammen zu kommen und putzten sich ständig gegenseitig. Nach einigen Stunden merkte ich allerdings überdeutlich, dass sie wirklich extrem gestresst davon waren, in dieser Box sitzen zu müssen. Es sind beides ältere Herren die ihr Leben lang recht viel Platz hatten... die Enge in der Box schweißte sie sicher zusammen, aber beide regten sich auch zu stark auf. Ich hatte schlicht Angst, dass einer von beiden vor Stress einfach umkippt und Alpha schien auch regelrecht zu hyperventilieren, Persil versuchte ihn zu beruhigen so gut es ging und putzte und kuschelte ihn ständig...

Also beschloss ich am Abend, beide in ihr Aquarium zu setzen - und wieder ging ich nicht nach Lehrbuch vor. Da beide Renner wirklich keinerlei Ansatz auch nur vom Markieren oder von Rangordnungskämpfen gezeigt haben, sondern sich Alpha ohnehin sofort waschsüchtig unterworfen hat und auch Persil keinerlei Ambitionen zeigte, irgendwas auszufechten, habe ich sie gleich in ein 100 x 40 cm Aquarium gesetzt. Dieses war nur eingerichtet mit ihrer vorab gebrauchten Streu, Nistmaterial, gefüllte Toilettenpapierrollen, Sandbad und einem aufrecht stehendem Gitter mit Wasserflasche und Frischfutterspieß.

Beide Rennmäuschen lebten auf. Alpha begann gleich geschäftig zu buddeln, er war und ist immer schon ein großer Tunnelgräber gewesen. Persil interessierte sich wie üblich mehr für das Futter, um sich dann mit gefülltem Bauch in eine Ecke zurück zu ziehen. Alpha rannte geschäftig hin und her, buddelte viel und schaute hin und wieder nach dem neuen Freund. Irgendwann wurde auch Persil aktiver - aber er ist offensichtlich ein Klettermaxe und krakselte immer wieder das Gitter hoch. Das war mir zu gefährlich, denn leicht können dort kleine Rennmausfüßchen mal fest stecken und so unglaublich geschickt stellte er sich auch nicht gerade an. Also gab es spät am Abend noch eine Etage ins Aquarium mit einer langen Rampe die rauf führte. Dort oben wurde dann Futter und Wasser angeboten. Begeistert nahm Persil diese Klettermöglichkeit an, Alpha schaute nur einmal hoch und buddelte dann emsig weiter.

Irgendwann beschloss Persil, es sei Zeit ein Nest zu bauen, auch Alpha beschloss, es sei Zeit für ein Nest, aber beide bauten an verschiedenen Stellen, Alpha geschützt unter der Rampe, Persil vorne in der Ecke. Nachdem sich Persil von Alpha aber nicht von dem günstigen Standort unter der Rampe überzeugen ließ, ist Alpha dann eben zu Persil gezogen, schleppte sein Nistmaterial in Persils Nest und da lagen sie dann in der Nacht eng aneinander gekuschelt und ganz offensichtlich zufrieden mit sich und ihrem Tagwerk.

Anmerkung: wieso wurde aus Persy "Persil", naja, zum einen finde ich den Namen Persy nicht so toll, die Schreibweise war eh ungewöhnlich und da Persil den Alpha nun weißer als weiß putzt... da passt doch Persil viel besser oder?

7. Tag / 11.05.2007

Beide Racker vertragen sich supergut. Sie schlafen zusammen, erkunden zusammen ihre Umgebung, nehmen zusammen die Zweige auseinander die es heute gab und betteln zusammen um Futter. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, sie waren immer schon zusammen. Ab Morgen wird es dann mehr Einstreu geben und seit eben gibt es eine Weidenzweigbrücke, die mit Begeisterung untersucht wird - natürlich von beiden zusammen.

8. Tag / 12.05.2007

Beide haben die Nacht wie immer zusammen im Nest verbracht. Aber der Alpha findet das nicht wirklich gut, denn es ist das Nest von Persil und das ist vorne offen in der hellen Käfigecke ... weil Persil darauf besteht dort zu wohnen. Alpha hat aber doch nun sooooo tolle Tunnel gebuddelt und ein Nest unter der Brücke angelegt - Persil sieht das aber nicht als Nest an.... Na ob die sich da noch mal streiten? Bisher gibt Alpha seine Nester sofort auf, wenn er sieht, das Persil doch in seinem Nest schlafen will und er kuschelt sich dann zu Persi. Kuscheln ist also wichtiger als ein sicheres Nest, das dort ist, wo es Alphas Ansicht nach hingehört.

Völlig friedlich einigen sie sich am Futterspieß, Futterneid scheint es für beide nicht zu geben. Auch wenn neue Einstreu und Knabberäste ins Gehege fliegen, wissen beide, was sie zu tun haben, Persil zernagt die Äste und Alpha kümmert sich um die Einstreu und das Gänge bauen. Langsam ist es mir fast unheimlich, wie einig sich beide sind, ich befürchte, der große Knall muss irgendwann kommen?!

9. Tag / 13.05.2007

Persil hat gestern Abend eingesehen, dass ein unterirdisches Nest doch viel besser ist. Er zog also zu Alpha in ein unterirdisches Nest und nun können wir beide leider nicht mehr beim Schlafen beobachten. Am Morgen kamen sie dann irgendwann ganz verschlafen und zerzaust aus ihrem Nest, putzten sich gegenseitig und Persil ist dann erstmal an den Futternapf gewandert, während Alpha fleißig versucht Gänge zu bauen. Da aber zum "richtigen" Gänge bauen noch Streu, Heu und Tunnel fehlten, gabs dann heute Mittag noch einen Holztunnel, 5 l Streu und dazu Heu und eine Küchenpapierrolle gefüllt mit Futter und Nistmaterial. Alpha ist fleißig am Buddeln und Gänge bauen und Persil - ja richtig geraten, er kümmert sich um das Futter und die Küchenrolle. Hier sind also immer noch alle Rollen klar verteilt ;)

10. Tag / 14.05.2007

Ein ereignissloser Tag - na ein Glück.

Weil beide Herren nach wie vor so lieb zueinander sind, bekamen sie als Belohnung heute eine ganz nagelneue, superschicke und nicht billige Korkröhrenhälfte. Alpha hat sie gleich geschäftig untersucht und begann unverzüglich damit, sie "aufzuräumen" ... also sie zu zernagen. Aber kann man das einer kleinen Maus übel nehmen? Wo doch diese Röhre an der falschen Stelle steht und außerdem jede Menge Streu und Heu dazu kamen?

13. Tag / 16.05.2007

Die beiden Jungs sind total lieb zueinander. Wir haben zwei Tage lang nur immer ein wenig Streu nachgefüllt und Toilettenpapierrollen gegeben und sie beobachtet.

Gestern Abend langweilten sich die Racker aber doch so sehr, dass ich es für dringend nötig befand, ihnen mehr Platz zu gönnen. Also habe ich kurzerhand das Sandgehege wieder angeschlossen. Ich habe dieses allerdings erstmal nur sehr spartanisch eingerichtet: Labyrinth, Laufrad, ein wenig Kork und das Lieblingshaus von Persil sowie 15 l Chinchillasand bilden bisher die ganze Einrichtung. Eigentlich wollte ich ein Treppenhaus von einem Gehege ins andere bauen, weil ich ein wenig in Sorge war, ob sie sich nicht doch in den Röhren streiten (es passt nur eine Maus durch so eine Röhre). Aber dann sah ich vorher, wie sich beide an der Glasscheibe in einem selbstgebauten Tunnel begegneten und da hat Persil sofort den Rückzug angetreten, als ihm Alpha entgegenkam. Ich denke, beide können sich gut einigen und die Aquariumverbindungsröhren sind ja auch nicht sehr lang.

Alpha stürzte sich sofort rüber in "sein" Sandgehege und war ganz offensichtlich gut drauf, er sandelte, sprang umher und ist dann immer wieder zurück gelaufen um Persil anzustupsen. Aber der kleine Stoffel saß am Futternapf und lies sich nicht stören. Dann wollte er doch wissen, wo Alpha immer hinging, hat aber die Sache mit den Röhren nicht ganz geblickt. Ich habe ihm dann mit Mehlwürmern nachgeholfen... er fand das Sandgehege superaufregend. Aber er fand nicht mehr zurück. Fast dankbar war er, als ich ihn dann wieder zurück gesetzt habe. Ergo: wie überlegen nun, wie wir ihm den Übergang von einem Aqua ins nächste erleichtern könnten. Streit gab es übrigens auch da wieder gar nicht, ganz im Gegenteil, als Persil langsam Angst bekam in ungewohnter Umgebung, hat Alpha ihn ganz offensichtlich tröstend geputzt.

20. Tag / 23.05.2007

In den letzten Tagen waren beide Herren nach wie vor lieb zueinander, sie haben jedes neue Einrichtungsstück zusammen erkundet, schlafen viel und gern im gemeinsamen Nest und sind ansonsten emsig dabei, alles das zu tun, was eine Rennmaus eben so tun muss.

Also habe ich heute beschlossen, dass sie nun ihr komplett eingerichtetes Gehege bekommen und Aquarium Nr. 3 wurde wieder angebaut. Da Persil die Röhrenverbindung nicht so sehr mag, habe ich ihm ein Treppenhaus aus einem alten Hamsterkäfig gebaut. Das findet er richtig gut. Persil ist ohnehin ein echter Klettermaxe, er klettert gern und ist dabei auch wesentlich geschickter als Alpha. Persil ist also eine Oberirdische Klettermaus und Alpha ist der Trunnelgräber ;)

Was ich besonders niedlich fand (leider habe ich vergessen, alles zu fotografieren): Nachdem beide aufgestanden sind, hat Alpha gleich den Anbau inspizieren wollen, ihm war das mit dem ungewohntem Treppenaus aber schon suspekt. Also wollte er das Persil mitkommt, der wiederrum hat nach dem Aufstehen erstmal nur Fressen im Sinn. Alpha hat ihn aber so lange aufgefordert mitzukommen, bis beide dann den Anbau inspizierten und erst da fühlte sich Alpha damit richtig wohl und war kaum ängstlich und schreckhaft. Tja, nun muss der Anbau noch eine Etage bekommen und dann ist das Gehege soweit erstmal fertig.. bis mir einfällt, wo ich noch anbauen kann ...