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Buchempfehlungen von Tin

Ich lese, gern und viel. Häufig sind es Ratgeber, hier empfehle ich ein paar davon: Nager Info Buchempfehlung und natürlich lese ich ständig Dissertationen, Fachbücher über Kleintiere, Literatur für Tierärzte und Biologen und so schweres Zeug. Aber muss ich auch mal ausspannen und dann lese ich bevorzugt verrücktere Romane. Hier nun eine kleine Auswahl meiner Lieblingsautoren.

   

Douglas Adams

Da muss man wohl nicht viel sagen. Alle Bücher von Douglas Adams sind schlicht irre. Die Anhalter Trilogie in 5 Bänden wird wohl von jedem Geek ständig zitiert, also mußte ich sie auch lesen - ich lebe schließlich mit einem Geek zusammen. Aber das fiel nicht schwer, wer sich drauf einlässt, wird einen Mordspaß damit haben...

Auch andere Bücher von Adams sind absolut empfehlenswert, dem Tierfreund möchte ich dringend Die Letzten ihrer Art: Eine Reise zu den aussterbenden Tieren unserer Erde ans Herz legen.

 

   

Robert Rankin

Einer meiner absoluten Lieblingsautoren, er wird zu Recht häufiger mit Adams verglichen. "Das Buch der allerletzten Wahrheiten" gibt viele Antworten auf wichtige Fragen... und ist irre komsch. Was Cornelius und Tuppe erleben, ist einfach nur skuril. Man muss eigentlich alle Bücher von Rankin lesen - bis auf die neuesten, die sind bedauerlicherweise nicht mehr ganz so der Knaller. Also fangt einfach am Anfang an... lest:
Cornelius und Tuppe findet ihr hier, im Hugo Rune Zyklus:
Das Buch der allerletzten Wahrheiten
Jäger des verlorenen Parkplatzes
Die größte Show jenseits der Welt (ohne Cornelius und Tuppe, aber auch genial)
Der wundersamste Mann, der jemals lebte
Noch besser - Omally und Pooley in der Brendford Trilogie (die irgendwas um die 5 - mehr Bände umfasst) - die beiden sind der Knaller:
Der Antipapst
Die Akte Brentford
Jenseits von Ealing
Kohl des Zorns
Das Kettenlädenmassaker
Web Site Story
Aber auch alle anderen Bücher kann ich einfach nur empfehlen.
 

   

A. Lee Martinez

Ein vielversprechender neuerer Autor. Jedes Buch von ihm bietet eine völlig neue Welt und eine völlig neue Geschichte. Das sorgt allerdings bei Fans für Unruhe, diese sind ja eher fortlaufende Geschichten gewöhnt. Mir gefällt das allerdings gut: mal sind Trolle nette Wesen, dann wieder ätzende kleine Dinger... mal gibts Vampiere und Werwölfe wie in Diner des Grauens, dann gibts verliebte Hexen mit echt, teenageresten Problemen in Eine Hexe mit Geschmack, eine Armee mit Ogern, Trollen und einem Untoten in Die Kompanie der Oger, einen Droiden und einen Haufen Mutanten in Der automatische Detektiv und noch Skurileres in Monsterkontrolle: wo ein Kryptofänger zusammen mit einer jungen Frau - ja genau, die Welt rettet ;)
Mir haben die Bücher alle gefallen.
 

   

Christopher Moore

Sein erstes Werk, Die Bibel nach Biff ist schon recht lustig, aber überzeugte mich nicht wirklich. Trotzdem wagte ich mich an Ein todsicherer Job und hier war ich begeistert. Wieder einmal lebt da jemand in einer sehr skurilen Welt. Er bekommt unfreiwillig die Aufgabe, Seelen einzusammeln und das gestaltetet sich schwieriger, als man sich das vorstellt - vor allem, wenn man bedenkt, dass die kleine Tochter Menschen "miezen" kann - was eine sehr letale Wirkung hat ... das Buch strotzt nur so vor verrückten Einfällen und komischen Figuren.

Mittlerweile habe ich noch die beiden Bücher Der Lustmolch / Flossen weg! gelesen und kann nur sagen: Lustmolch = absolute Leseempfehlung für alle Leute, die nichts gegen Sex, Monster und Verrückte haben. Flossen weg fängt etwas gemächlich an, steigert sich dann aber durchaus und wird zum Ende hin nett - es hat mich allerdings sehr an Jules Verne 2000 Meilen unter dem Meer erinnert - man kann es aber gut "weglesen".

 

   

Terry Pratchett und Neil Gaiman

Man müsste annehmen, dass ich Pratchettfan bin, bin ich aber nicht. Vielleicht war das erste Buch, dass ich von ihm in die Finger bekam einfach nicht gut, ich werde es sicher irgendwann nochmal versuchen. Neil Gaiman hingegen mag ich gern, schon das Buch Niemalsland ist einfach klasse. Das Zusammenspiel beider Autoren bringt allerdings bei dem Buch Ein gutes Omen den totalen Wahnsinn zum Vorschein. Engel und Dämonen arbeiten zusammen, der Antichrist ist gar nicht so schlimm und überhaupt... es ist einfach irre - dringende Leseempfehlung!
 

   

Royce Buchingham

Dämliche Dämonen und der Nachfolgeroman Mürrische Monster sind überraschend unterhaltsam. Es handelt sich eher um Kinderbücher - also leichte Einschlaflektüre mit eher platten Charakteren und nicht sehr ausgefeilter Wortwahl und die ständigen Geräusche (Krach, Bumm, Bäng) sollte man tunlichst überlesen, sie nerven. Aber die Geschichte an sich ist nett und zeigt Dämonen mal von einer ganz anderen Seiten, das fand ich erfrischend.
 

   

Sven Regener

Herr Lehmann - der überzeugt (übrigens auch in der Verfilmung mit Christian Ulmen in der Hauptrolle). Hier haben wir einen typischen Looser, der sein Leben auf eine interessante Weise meistert (oder auch nicht) und irgendwie in absurde Situationen gerät. Kein Phantasieroman, die Welt ist völlig real. Aber das Buch macht irre Spaß. Der Folgeroman Neue Vahr Süd hat mir fast noch besser gefallen. Das mag aber auch daran liegen, dass ich in einer ähnlichen Zeit in der gleichen Stadt in der "Neuen Vahr Nord" aufgewachsen bin (natürlich hassten wir die im Süden, außer Oma, die wohnte da). Aber nee, auch Inhaltlich macht der zweite Roman einfach irre Spaß. Der Abschluss der Triologie wirkt auf mich etwas zu gewollt, aber trotzdem ist Der kleine Bruder ein gutes Buch und als Abschluss einfach ein muss. Lustig finde ich, dass es in den Büchern nicht voran, sondern in die Vergangenheit geht - teilweise auch in meine ;)
 

   

Horst Evers

Kommen wir nun zu Comedy vom Feinsten. Horst Evers ist einfach genial. In seinen Büchern spielt er die Hauptrolle, er ist ein Antiheld, sein Leben ist eher ein wenig Chaotisch, er erlebt skurile Dinge und hat eine ganz eigene Art, Probleme zu lösen. Horst Evers kann man nicht beschreiben, den muss man erleben. Alle seine Bücher, Tonaufnahmen etc sind schlicht empfehlenswert.

Hier könnt ihr mehr über Horst Evers erfahren: Horst Evers - der Mann mit dem roten Cordhemd, ein Lesebeispiel findet sich hier: Horst Evers: Ein Tag in Berlin. Aber Vorsicht: Horst Evers ist gefährlich

 

Artemia

   

Christine Wilde

"Herbie die kleine Artemie" ist mit Sicherheit das beste Buch der Autorin, die anderen Bücher von der kann man echt vergessen. Aber hier haben wir eine spannende Geschichte voller Tod, Misserfolge, Frustrationen und vielleicht sogar mit einem Happy End. Alles fing mit einem Yps mit Gimmik an - Damals in grauer Vorzeit. Sie konnte nie vergessen, wie viel Freude ihr die kleinen Urzeitkrebse bereitet hatten. Viele Jahre später versucht sie sich an der Aufzucht dieser kleinen Wesen - und scheitert auf so grausame Weise... aber ich will nicht zu viel verraten, lest selbst.
 

   

Peter Wilhelm

Das Buch zum Bestatterweblog. Traurige, skurile, witzige, ernste und mehr Geschichten rund um das eine Thema: das Ende. Peter Wilhelm kann einfach eingängig Schreiben, er erzählt die Geschichten auf eine so natürliche und erfrischende und augenzwinkernde Weise, dass man sich bei diesem Thema trotzdem wohl fühlt. Ein Buch für alle, die mehr über wissen wollen und dabei nicht zu ernst werden möchten.
 

   

Wolf Haas

Die Romane/Krimis von Wolf Haas sind ausergewöhnlich. Mit österreichischem Dialekt und deshalb etwas ungewohnt. Die Geschichte entwickelt sich langsam und auch der Hauptdarsteller, der Brenner, ist sehr langsam - und doch wird es nie langweilig. Ich kann nur empfehlen, sich alle Die Brenner-Romane zu kaufen, man wird schnell süchtig. Sehr zu empfehlen sind auch die Verfilmungen mit dem einfach wundervollem Josef Hader in der Hauptrolle. Wer aber nicht gleich mit einer Buchreihe anfangen will, dem sie dieses Buch ans Herz gelegt: Das Wetter vor 15 Jahren
 

   

Paul Watzlawick

Wer endlich mal glücklich sein will, der sollte Paul Watzlawicks Anleitung zum Unglücklichsein unbedingt lesen. Der Autor beschreibt treffsicher und genau, welche Fallen wir uns im Leben selbst stellen und wie wir dann rein tappen. Er zeigt auf, wie wir selbst uns unser Unglück einreden und es dadurch herbei führen. Dabei ist das keiner dieser dämlichen Esoratgeber - sondern es wird einfach nur deutlich gemacht, dass man im Leben mehr erreicht, wenn man positiver, kritischer und aufgeschlossener an diese Lebenssache ran geht.
 

   

Vince Ebert

Vince Ebert finde ich sehr erfrischend. Seine Aufforderung zum selbst denken ist durchaus ernst gemeint und man kann in dem Buch wirklich was lernen. Aber der Stoff wird nicht bierernst rüber gebracht, sondern der Schreibstil ist eher locker, witzig und leicht verständlich. Sicher bleibt dabei die Genauigkeit mitunter auf der Strecke und mitunter ist es sehr oberflächlich und ein wenig platt, aber trotzdem ist es für jeden Skeptiker, der sich einfach mal nett unterhalten lassen möchte, ein nettes kleines Büchlein. Überraschende wissenschaftliche Fakten sollte man nicht erwarten ;) Das darauf folgende Buch "Machen Sie sich frei!" hat mich allerdings extrem enttäuscht. Es war so oberflächlich und langweilig zu lesen, dass ich es gerade mal bis zur Hälfte geschafft habe und beabsichtige, es günstig zu verkaufen. Also da von mir keine Kaufempfehlung mehr!
 

   

Stefan Bonner und Anne Weiss

Ja, es stimmt, das Buch ist schlecht recherchiert, die Angaben sind ungenau, es ist oberflächlich, es wirft ein sehr falsches Bild auf diese Generation, es ist plakativ, konstruiert, langatmig, pseudo-wissenschaftlich, teils nerven Wiederholungen und die Autoren scheinen nicht viel besser zu sein, als ihre Generation, die sie so schlecht machen. Und warum steht das Buch hier trotzdem auf der Seite? Ganz einfach: wenn man es absolut nicht ernst nimmt, sondern es einfach nur liest, um sich hämisch grinsend über die Jungend von heute aufzuregen, was wir über Vierzigjährigen nun einmal mitunter sehr gern tun, dann macht es einfach Spaß ;)
 

   

Christoph Bördlein

Das sockenfressende Monster in der Waschmaschine. Eine Einführung ins skeptische Denken
Dieses Buch sollte Pflichtlektüre für alle die Menschen werden, die Angst vor der Wissenschaft und wissenschaftlichen Methoden haben und sich genau deshalb der Esotherik zuwenden. Denn normalerweise verstehen die meisten Menschen die Wissenschaft nicht und das ändert sich beim Lesen dieses Buches grundlegend. Hier wird endlich mal erklärt, wie Wissenschaftler vorgehen, wenn sie ein Problem lösen wollen und welche Schritte zur Lösung eines Problemes notwendig sind um eindeutige Antworten zu bekommen. Dabei ist dieses Buch keinesfalls Wissenschaftshörig, auch Kritik an den Methoden wird zugelassen. Es informiert sachlich und kritisch über wissenschaftliche und esotherische Methoden und ruft deutlich zum skeptischen Denken und Nachdenken auf.
 

   

Gero von Randow

Wieso wird das nicht neu aufgelegt? Schock! Dieses Buch ist geradezu Pflichtlektüre für jeden Skeptiker, kauft euch die Gebrauchten, bevor es sie auch nicht mehr gibt! Wer etwas behauptet, ist beweispflichtig und genau das wird hier eindrucksvoll erklärt. Je ausgefallener eine Behauptung ist, umso höher sind auch die Anforderungen, die an die Begründung zu stellen sind und das wird beim Lesen des Buches sehr deutlich. Außerdem sollte jeder einfach mal wissen, was er anhand der Maße seines Fahrrades so alles über das Universum erfahren kann ;)
 

   

Simon Singh und Edzard Ernst

Alternative Medizin und Heilmethoden werden vorgestellt und dann kritisch überprüft. Die Ergebnisse sind für Wissenschaftler nichts neues - die meisten alternativen Heilmethoden sind nicht mehr als gut wirksame Placebos. Was dieses Buch aber von anderen kritischen Büchern unterscheidet ist zum einen die ausführliche Beschreibung der einzelnen Heilmethoden und davon, wie sie wirken sollen - anhand dessen schon einigen Leuten ein Licht aufgehen sollte (leider wissen die meisten Anwender von alternaiver Medizin ja meist gar nicht, was dahinter stecken soll). Zum Anderen ist es, trotz der teils schwierigen Materie, leicht und gut verständlich geschrieben. Über 35 alternative Heilmethoden werden vorgestellt und kritisch, sachlich und vorurteilsfrei bewertet.
 

   

Richard Dawkins

Ja, ich stehe dazu, ich bin Atheist. Ich glaube nicht an einen (oder mehrere) Gott/Götter und ja, ich bin davon überzeugt das Religion nichts Positives ist. Sie engt die Menschen ein und gerade die großen Religionen haben extrem viel Elend und Leid über die Menschen gebracht. Ich kann nichts Gutes daran finden, wenn Menschen in dem Verfolgungswahn leben, dass ein Gott jeden ihrer Schritte überwacht und sie div Dinge tun müssen um ihm zu gefallen, da muss man ja zum Psycho werden. Wenn Menschen sich den Regeln einer Kirche, egal welcher, unterwerfen, statt selbst zu denken und eigenverantwortlich zu handeln, dann tun sie mir leid. Wenn Menschen Trost nur in den Worten eines alten Geschichtsbuches finden, statt bei anderen Menschen, dann sind sie zu bedauern. Wenn Menschen sich an die Hoffnung klammern, dass ein Leben nach ihrem Tod besser wird, statt hier und jetzt zu leben, dann haben sie ihr Leben verschenkt. Vielleicht liest ja doch der ein oder andere dieses Buch und fängt an selbst zu denken und eigenverantwortlich zu handeln, statt sich von irgendwelchen Religionsführern vorschreiben zu lassen, was er denken soll.

Falls ihr irgendwas davon kaufen wollt, dann dürft ihr gern die Links zu Amazon verwenden, das bringt der Nager Info etwas Geld in die leeren Kassen. Ach übrigens: ich könnte mehr Lesestoff gebrauchen - falls sich hier mal irgendwer für die HP und die Arbeit die drin steckt bedanken will (ja, ich weiß, utopisch, aber man darf die Hoffnung nicht aufgeben, dass doch mal irgendwer meine Arbeit zu schätzen weiß - vielleicht einer von den über 30 Leuten, deren Mailanfragen ich geduldig täglich beantworte?) - hier ist mein: Amazon Wunschzettel.