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Erfahrungsbericht zur Gruppenhaltung von Dsungarischen Zwerghamstern

von Tamara

Ich hatte meinen ersten Hamster mit 10 Jahren. Auch danach hatte ich immer wieder Goldhamster. Von daher kannte ich mich mit Hamstern aus und wusste auch, dass Goldhamster absolute Einzelgänger sind. Eine Bekannte von mir aus der Schule hatte dann allerdings Nachwuchs von ihren Dshungarischen Zwerghamstern. Ich bin hingegangen und habe mir die süßen Babys angeshen und die waren wirklich schuckelig. Damals bin ich gar nicht auf die Idee gekommen, dass obwohl meine Bekannte bereits seit vielen Jahren Hamster hält, vielleicht gar nicht alles über sie weiß, obwohl sie mir natürlich versicherte, dass sie sich gut auskennt. Jedenfalls wollte ich ursprünglich nur eins ihrer dsungaischen Zwerghamsterbabys, diese waren ungefähr vier Wochen alt. Doch meine Bekannte hat mich überredet, zwei zu nehmen, damit sie nicht alleine sind. Sie meinte, diese Zwerghamster kommen gut zu mehreren aus.

Ich glaubte ihr und nahm zwei der putzigen der Kerlchen mit nach Hause. Ich entschied mich für zwei Weibchen. Diese zogen auch gleich in ihren neuen Käfig ein. Heute weiß ich auch, dass der Käfig ein wenig zu klein war, aber damals, vor ca. 7 Jahren, standen in allen Büchern kleinere Käfiggrößen und auch sonst bekam man kaum vernünftige Informationen zur Käfiggröße. Die beiden Zwerghamstermädchen verstanden sich am Anfang sehr gut und haben zusammen geschlafen, gespielt und gefressen. Mit etwa drei Monaten fingen sie aber an sich zu kabbeln. Sie haben sich ein wenig angefaucht und die Dominantere (Cleopatra, kurz Cleo) hat Romy (Andromeda) immer beim Fressen weggeschubst. Ich hab mir da noch nicht viel bei gedacht und sie weiter zusamen gelassen. Romy zog sich zurück und kam immer zum Fressen, wenn Cleo nicht da war.

Da fing ich dann, sehr nachdenklich zu werden. Denn auch wenn Romy von Anfang an etwas schüchterner war, so kam sie doch wenigstens zum Fressen. Ich begann sie stärker zu beobachten und hockte teilweise stundenlang vor ihrem Käfig um mir die Lage genauer anzuschauen. Ich merkte schnell, dass es nicht beim Wegschubsen geblieben ist. Cleo schubste Romy, kratzte sie und biss sie. Nach einer Beißerei hatte Romy sogar eine Kleine Wunde. Ich bin dann sofort mit Romy zum Tierarzt gefahren und ließ sie versorgen. Die Tierärztin sagte mir auch sofort, ich solle die Hamster trennen. Sie meinte gleich, es wäre nicht sinnvoll gleichgeschlechtliche, erwachsene Dshungarische Zwerghamster zusammen zu halten (siehe auch: Zwerghamster in Gruppen).

Also musste ich in den sauren Apfel beißen und habe einen zweiten Käfig gekauft. Seit dem sie getrennt waren, ging es Romy auch deutlich besser und sie wurde wieder ein wenig zutraulicher.

Leider hatte ich nicht den Platz für einen zweiten Käfig und so habe ich Romy dann in gute Hände abgegeben. Beide Zwerghamsterdamen lebten dann noch bis zu einem Alter von über zwei Jahren und waren die ganze Zeit munter und wirkten recht zufrieden.

Ich rate jedem, sich nur einen Hamster anzuschaffen, denn sie vertragen sich nicht!

Auch bei Weibchen und Männchen ist es nicht ratsam ein Pärchen zu halten, denn neben der Vermehrung (und die geht sehr rasch) ist es nicht gesagt, dass sie sich dauerhaft verstehen.

Dieser Erfahrungsbericht wurde uns freundlicherweise von Tamara zur Verfügung gestellt und steht unter ihrem Urheberrecht! Es ist nicht erlaubt den Text ungefragt zu kopieren.