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Tagebuch: Gelbhalsmausbabys

23.04.2008

Eben bekam ich einen Anruf von einer netten jungen Frau, die vor ein paar Tagen zwei Mäusebabys gefunden hatte. Es wurde über eine Stunde überprüft ob die Babys versorgt werden, aber die Kleinen lagen einfach so auf dem Rasen an der Straße und waren unterkühlt, also wurden sie mitgenommen und aufgepäppelt. Da aber auf Dauer die Zeit für die Aufzucht der Lütschen Mäuschen fehlt, habe ich spontan beschlossen, die Mäuseaufzucht zu übernehmen. Die Kinder sind auch schon etwa 10 - 12 Tage alt, als sie bei mir einziehen. Ihr Fell ist schon komplett und die Augen sind fast offen, aber sie sind noch sehr klein und extrem dünn.

Die ersten Fotos sind noch etwas unscharf, da mal eben so ins Nest "geblitzt":
A Maus die sich, kaum dass sie angekommen war, den Bauch mit Trockenfutter voll schlug:
gelbhalsmausbaby

und B Maus - die lieber einen Pennematz macht:
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Später am Tag habe ich doch noch ein brauchbares Foto hinbekommen:
gelbhalsmausbaby

24.04.2008

Heute mache ich mir doch langsam Sorgen. Gestern waren die Winzlinge recht munterer. Egal wann ich seit heute Nacht oder eben heute Morgen rein geschaut haben, die Mäusebabys pennen und ich sehe sie nicht fressen. Vorsichtshalber habe ich beiden durchgehend alle paar Stunden ein paar Tropfen Milch (Fencheltee mit Gimpet Katzenaufzuchtsmilch, etwas Sahne und Sab Simplex) mit der Pipette gegeben - sie trinken aber auch aus dem Napf. Na vielleicht haben sie sich auch einfach überfressen, immerhin hatten sie bisher nur Milch bekommen und sie haben sich Gestern ja gleich total auf das Trockenfutter gestürzt als wären sie am Verhungern. Sie bekommen an Trockenfutter derzeit noch Lemmingfutter, gemischt mit Getreideflocken, Getreidekörnern und getrocknetem Grünfutter.

Selbst ein Löffel Trockenfutter und ein Flaschendeckel Milch sehen neben diesen winzigen Pennemäusen aus wie Trockenfutterberg und Milchsee:
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Wir haben auch versucht sie zu wiegen, aber meine Waage wollte nicht so recht, weil die Kleinen so zappelten. Sie wiegen so in etwa beide nur ca. 5 g

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Am Abend:

Eben fing A Maus an, in der Höhle umherzuwandern und zu fressen, aber B Maus schläft weiter und tritt sogar nach A Maus weil sie nervt. B Maus ist auch eher zurückhaltend und etwas ängstlicher. A Mäuschen ist gerade am Haferflocken kauen - hoffentlich kommt B Maus auch bald mal ans Fressen.

gelbhalsmausbaby

Sie werden wieder munter nur ihre Milch (egal in welcher Variante) mögen sie nicht so, aber sonst fressen sie alles was da ist ein bisschen, d.h sie nagen an allem rum und sind schon häufiger unterwegs. Am liebsten nuckeln sie an Haferflocken, sogar beim Einschlafen und seit eben verspeisen sie auch mit offensichtlichem Genuss Löwenzahn. Also den fanden die beiden Racker wirklich richtig gut - da hingen sie beide dran und haben richtig los gelegt, auch wenn eins der Minis auf dem Bild die Augen zu hat - die sind nur zu weil er so angestrengt kaut:
gelbhalsmausbaby

Sie bekommen immer mehrmals täglich frisch zubereitete Katzenaufzuchtsmilch mit Fencheltee, dazu etwas Quark, verschiedene Getreideflocken und täglich frisches Grünfutter von der Wiese.

25.04.2008

Also mit den niedlichen Babyfotos ist nun wohl erstmal Schluss - die Mäusekinder sind in ein 100 x 40 cm Aquarium gezogen und haben eine ganz dunkle Fleecekuschelhöhle bekommen, in der sie kaum wieder zu finden sind. Auf Fotos ist da nur ein dunkler Fleck zu sehen.

Die Minis waren mit nämlich heute Morgen fast zu munter, sie springen wie die Flöhe in alle Richtungen, wenn sie versuchen der ollen Milchpipette zu entkommen. Wie um zu zeigen, dass sie schon groß sind, fangen sie aber sofort an Haferflocken zu fressen, wenn ich versuche sie zu füttern. Tja und weil sie eben wie die Flöhe fliegen, ging das mit dem Nest im Transporter nicht mehr, denn da sind sie mir schon dreimal beinahe raus geflogen. Natürlich interessiert sie das große Aquarium nicht, sie sitzen im Nest und haben einfach nur Angst vor der Welt, na ich hoffe, das gibt sich irgendwann noch. Sie schlafen zwar viel, aber ich kann gut sehen, dass sie auch gut fressen und es gab sogar schon ein extrem ungesundes Leckerchen - ein kleiner Klecks Fruchtzwerge (wurde mir zugeraten.. also dann mach ich das auch... obwohl ich ein wenig kritisch bin) - boa ich kann euch sagen, der war lecker.

26.04.2008

Eben war wiegen angesagt, das fanden A und B wenig erfreulich.

A wiegt zwischen 7 und 8 g und B zwischen 6 und 7 g (die Waage schwankte natürlich, weil die Mäuschen das gar nicht lustig fanden mit dem Wiegen und in der riesengroßen Waagschale wie irre rumliefen).

Danach waren beide stinkbeleidigt und A Maus war sogar erstmal gar nicht aufzufinden, weil sie sich ratzfatz in die Streu eingegraben hatte um uns zu entgehen.

Aber: das Gewicht ist ok, sie nehmen beide wohl zu, obwohl B langsamer zunimmt. B Maus macht mir leider auch etwas Sorgen, sie ist kleiner, verschlafen und kaum wach zu kriegen. Ich hoffe, das kriegen wir noch in den Griff. Vielleicht bin ich aber auch immer nur zur falschen Zeit da und sonst ist sie munterer, das kann ich nicht wirklich beurteilen.

A Maus hat mir auf jeden Fall vorhin deutlich gezeigt, dass sie ihre kleine Welt schon gut kennt und gaaaaar keine Angst mehr hat - so lange der heimatliche Kuschelsack in der Nähe ist. Eigentlich wollte ich gerade nur ein Foto vom Aquarium machen und da kam sie plötzlich raus und hat sich ihre Welt angeschaut und der Fotoapparat hat sie wirklich überhaupt nicht gestört.

Ich präsentiere nun voller Stolz die Fotoserie: A Maus und ihre kleine Welt:

Eine Maus geht ihren Weg
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Dieser Ausgang ist aber nicht ganz der Richtige
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Auf dieser Seite scheint Maus besser raus zu kommen
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Obwohl, so ganz sicher ist Maus sich da nicht
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Und dann sind wir mit einem todesmutigem Satz mitten in der Welt
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Und suchen sogar Kräuter hinter der Kokosnuss
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Aber ganz schnell gehts dann zurück ins Nest und mal eben einen Happen trinken
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Um dann zu erkunden, was wohl so an der Nestdecke los ist
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So groß ist die Welt - allerdings ist nicht viel Einrichtung drin, denn bisher gehen die Kinder wirklich nur ums "Haus" - keine Sorge, ich arbeite schon an einer abwechslungsreichen Einrichtung und werde dafür unsere strapazierte Wiese und unsern Miniwald ausräumen:
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Abend

Ahhh und sowas soll ich auswildern? A Baby wird von dem erstbesten Raubtier gefressen das ihm über den Weg läuft....

Also wir versuchen ja jetzt schon, die Kinder nicht an uns zu binden, also wir füttern und mehr nicht, aber A Baby hat jetzt schon null Angst vor uns. Eben haben wir Grünes aus dem Garten geholt um den Kindern ein wenig das Gefühl einer natürlichen Umwelt zu geben. Moose, Gräser, Löwenzahn - alles in Tonuntersetzern - so sieht es jetzt im Gehege aus:

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A Baby hat sich gleich in einem großen Teil des Aquas umgeschaut - ohne Angst und Scheu. Sie lief munter drauf los, schaute hier und da - und dann irgendwann beschloss A Baby, dass der Weg zum Nest zu weit ist und man könnte ja ganz ungeschützt mal eben ganz rechts im Aquarium - frei auf der Einstreu - ein Nickerchen machen...

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Ähm, und wer bringt dem Baby nun bei, dass sowas keine so unglaublich gute Idee für eine Maus ist??? Wir haben sie dann ein klein wenig geschubst und dann verzog sie sich in den Heuberg - da schläft sie nun immer noch...

Hm, also das Baby muss wirklich lernen, dass die Welt ein gefährlicher Ort ist, sonst wird sie ratzfatz verspeist...

28.04.2008

Sie werden immer munterer und zum Glück auch etwas ängstlicher.

Sie fressen nun ganz selbstständig und so ziemlich alles, was im Gehege rumliegt. Nüsse mögen sie gern und Löwenzahn. Ich habe mich nun noch ein wenig schlauer gemacht, was sie in der freien Wildbahn so bevorzugen und werde das nach und nach sammeln. Ab Mitte der Woche gibt es auch gar kein Futter mehr in den Napf, sondern alles wird nur verstreut (wir haben jetzt schon überall Futter verstreut, aber bisher gibt es noch etwas direkt ins Nest - sowas machen Mäusemamas auch: Futter ins Nest bringen, damit die Kinder lernen, was sie dürfen und was nicht).

A Maus ist oft unterwegs und lernt langsam, dass sie sich verstecken muss, wenn sich vor dem Aquarium was bewegt. B Maus hat uns Gestern auch gezeigt, dass sie ganz allein um das Nest laufen kann. Sie ist in ihrer ganzen Entwicklung der A Maus gut 2 Tage hinterher.

Jetzt bekommt man meist nur noch solche Fotos hin:
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Aber heute Morgen schaute A Maus mich dann doch nochmal sehr neugierig an bevor sie verschwand:
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30.04.2008

So schnell werden die Kleinen flügge...

Die Mäusekinder sind nun schon sehr selbstständig und damit auch richtig wild. Sie tollen Nachts durch das Gehege, aber wenn ich rein komme, verschwinden sie blitzschnell, also tolle oder gar scharfe Fotos wird es wohl jetzt wirklich erstmal nicht mehr geben.

Wir versuchen das Gehege abwechslungsreicher einzurichten - mit viel Holz und täglich pflanzen wir frisches Gras und kleine Minilöwenzahnpflanzen ins Gehege. Es scheint den Kindern zumindest zu gefallen, sie zerlegen die Pflanzen über Nacht schon wie große Mäuse und ihr Futter suchen sie auch. Vor allem frische Grasähren finden sie toll und zerlegen sie mit Begeisterung. Sie bekommen jetzt täglich verschiedene Grasähren von der Wiese - ein Glück dass gerade genau die richtige Zeit dafür ist.

Ich füttere sie nicht mehr zu, aber etwas Brei und ein kleines Kleckschen Fruchtzwerge gibts noch täglich.

So sieht das Gehege jetzt aus:
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01.5.2008

Zwei Mäusesuchbilder:
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06.05.2008

Die beiden kleinen Racker sind nun wirklich ganz selbstständig, sie toben Nachts durch ihr Aquarium, haben nun auch eine Holzetage, Holzunterschlüpfe, sowie Äste und Zweige um Klettern zu lernen, was sie auch sehr geschickt machen.

Wenn man sich Nachts lange genug auf die Lauer legt, dann bekommt man auch hin und wieder ein Mäuschen zu sehen.... soooo groß sind sie nun schon...
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07.05.2008

Sandra Menke hat es geschafft, in dieser wundervollen Zeichnung die Charaktere unserer Mäusebabys ganz ganz genau einzufangen. B Maus: immer etwas ängstlich, nervös und bestimmt recht froh über ein sicheres Nest und täglich drei Mahlzeiten, A Maus: Draufgänger, neugierig, immer unterwegs und ganz wild drauf, im Wald umherzustromern (um von einer Katze oder einer Eule gefressen zu werden...)

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A Maus zeigte mir auch Gestern, dass eine Etage ein ganz prima Platz ist (dort finden einen die Eulen noch viel schneller):
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08.05.2008

Wir müssen ja nun jeden Abend ins Bad - ich würde unseren Mäusen diesen Schock mit "Licht an und dann poltern da Menschen am Waschbecken rum" gern ersparen, aber ... wir müssen uns doch nunmal auch putzen. Da wir sie dann also ohnehin schocken und sie dann immer ein paar Sekunden stocksteif da sitzen und hoffen wir sehen sie nicht.. nutze ich nun jeden Abend die Gelegenheit und nehme meine Kamera mit ins Bad.

Und hier das Ergebnis von Gestern:

Mäusesuchbild:
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Und da ganze oben sitzt die Maus und hat einfach nur Angst von mir gefressen zu werden - und ist dabei sooooo süß:
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11.05.2008

Gestern Abend habe ich mal beide zusammen nebeneinander auf der Etage fressend "erwischt" - leider ist das Bild sehr unscharf - sieht fast aus, wie eine vierohrige Maus.

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Kaum ertappt huschen die kleinen Wesen auch sofort von der Etage runter.
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Aber ob das so ein sicheres Versteck ist? Immerhin konnte ich sie da gut sehen...
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15.05.2008

Ein Mäusesuchbild.. ja, es sind beide drauf:
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Da sitzt das Kind in der äußersten Ecke das Aquariums...
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...und will ganz offensichtlich raus....
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... und schmollt uns an, weil der Tag der Auswilderung noch nicht ganz da ist.
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Die Mäuschen sind noch nicht so fit, wie wir das gern hätten... wir überlegen sogar, noch ein paar Tage mit der Auswilderung zu warten, denn eine kleine Fettreserve sollten die Minis schon haben und das Wetter darf auch gern etwas besser sein, wenn wir die Kinder ins Gelände schmeißen. Heute hat es geregnet und am Wochenende soll es noch nasser werden - das ist kein optimales Mäuserauschmeißwetter....

17.05.2008

Also ob A Maus wirklich mehr Speck auf den Rippen braucht?
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B Maus ist auch nicht mehr ganz so schüchtern, aber doch immer gut versteckt.
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Beide Mäuse sind übrigens aus der Fleecekuschelhöhle ausgezogen. Sie wohnen jetzt in einem selbst gebautem Nest unter einer Holzbrücke. Ihr Gehege sieht mittlerweile aus wie ein kleiner Urwald, sie bekommen regelmäßig frische Zweige mit Blättern dran und toben ausgelassen durch dieses Gebüsch.

20.05.2008

Der letzte Tag - A Maus zeigt uns hier deutlich, was sie von der Gefangenschaft hält...
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B Maus erlaubt das erste scharfe Foto
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Es wird Zeit, dass die Mäuschen ausziehen, sonst werden sie handzahm und dass wäre nun leider gar nicht gut...

21.05.2008

Die Auswilderung der beiden Mäuse ist für heute Abend, Mittwoch den 21.05 geplant. Der Wetterbericht sieht gut aus, es ist nicht zu warm und nicht zu kalt (Tagsüber um die 18 Grad, tiefste Temperatur Nachts 5 Grad - da die Mäuschen aber ohnehin im Bad mit durchgehend offenem Fenster stehen, sind sie an die Temperaturen gewöhnt). Die nächsten Tage werden sonnig und wärmer und es gibt 0 Regenwahrscheinlichkeit ... also besser kann es nicht laufen. Der Regen der letzten Tage hat für viele neue Grasähren und frische Futterpflanzen gesorgt. Einen besseren Start könnten meine Babys nicht haben... und ich leide hier Höllenqualen, weil ich beide im Maul der erstbesten Katze oder Eule sehe...

Am Abend

Weg sind sie unsere Mäuschen...
Vor dem Aussetzen kommt das Einfangen und in den Transporter setzen (denn ein 1 x 40 cm Aquarium wollten wir dann doch nicht komplett in den Wald tragen). A Maus entkam unserem ersten Einfangversuch und machte es sich unter dem Badezimmerschrank gemütlich.. aber nach 20 Minuten Überredungskunst unsererseits (unter Zuhilfenahme von 2 Transportern und einer großen Dose), hatten wir beide Mäuse im Transporter, was diese ausgesprochen unerfreulich fanden. Dann wurden noch schnell ihre Lieblingsbaumhöhle, die Weidenbrücke samt Nest und Futter mitgenommen und ab ging es ersteinmal mit dem Auto und zusammen mit ihrer Finderin Natalie und mit Inga, Sascha und natürlich mir quer durch Osnabrück zu Sandra, die den perfekten Platz zum Auswildern gefunden hatte.

Sandra führte uns dann in einen kleinen Wald am Stadtrand. Wege gab es da nicht mehr, wir mußten über einen kleinen Bach hüpfen und durch den Matsch laufen und wurden von Mücken zerbissen. Aber es hat sich gelohnt: es gibt dort unzählige umgestürzte Bäume, herumliegende Asthaufen, Buchen, Haselnussbüsche ohne Ende und auch Eichen wurden gesichtet. Am Boden wuchsen alle Pflanzen, die unsere Mäuschen in den letzten Wochen kennen gelernt haben, es gab unzählige Grasarten und glücklicherweise alle gerade mit schönen Ähren, die unsere Mäuschen liebend gern fressen, Löwenzahn gibt es und auch sonst besteht dieser Wald fast nur aus Futter für Mäuse und aus tollen Verstecken, also besser geht es wirklich nicht. Eigentlich soll man ja Wildtiere dort aussetzen, wo sie gefunden wurden, aber direkt an der Straße, vor der Stadthalle ... das ist wirklich kein Wort für kleine Mäuse, da hätten sie wohl nicht lange durch gehalten und wären buchstäblich sofort unter die Räder gekommen.

Wir haben uns eine Ecke gesucht, wo es einen Baumstumpf, Astgabeln, jede Menge Grünzeug und überhaupt alles gibt was Maus braucht. Dort worden die Lieblingseinrichtungsgegenstände samt Nest plaziert, Grünzeug wurde umzu gelegt (zum Eingewöhnen) Futter wurde verstreut und so sah das dann aus:

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Dann haben wir den geöffneten Transporter dort hin gestellt, aber unsere Mäuse waren in totaler Schockstarre, die trauten sich keinen Zentimeter aus dem Transporter.

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Also habe ich kurzerhand ein wenig das Heu aus dem Transporter gezogen und schon entschwand unsere A Maus zwischen den Büschen:

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B Maus haben wir gar nicht mehr gesehen, wir glauben, sie ist gleich ins Nest gerannt, das würde jedenfalls ihrem Naturell entsprechen. A Maus kletterte ganz geschickt an einem Ast hoch und war dann auch verschwunden...

Da wohnen unsere Mäuse jetzt und wir hoffen, es geht ihnen gut.

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