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Die wildlebende Hausmaus

von Ingrid Rogalla

Kurzinfo

Von der wildlebenden Hausmaus gibt es mehrere Unterarten, die sich geringfügig in Figur und Färbung unterscheiden. Unsere domestizierten Mäuse wurden in erster Linie aus Hausmäusen (Mus musculus domesticus) gezüchtet. Hausmäuse ähneln in Statur und Aussehen der domestizierten Farbmaus wie wir sie als Haustier kennen. Ihre Färbung ist Wildfarben/Agouti - ein Braunton der leicht ins Graue geht, das einzelne Haar ist unterschiedlich gefärbt, von Schwarz über Braun bis Goldfarbend. Das etwas hellere Bauchfell ist kaum oder nur undeutlich zu sehen.

Herkunft und Verbreitung

Die Hausmaus wanderte vom persischen Hochland aus, wo die Stammform (Mus musculus bactrianus) noch heute zu finden ist, über Asien, Afrika über Spanien nach Mitteleuropa.

Am stärksten an den Menschen gebunden lebt die westliche Hausmaus, sie ist überwiegend in vom Menschen besiedelten Gebieten anzutreffen. Sie ist in Häusern , Stallungen, Supermärkten, Vorrats und Getreidekammern auf Bauernhöfen zu finden. Im Sommer ist sie aber auch in nahe gelegen Gärten oder Äckern anzutreffen.

Die Gebiete der nördlichen Hausmaus sind zusätzlich auf Feld und Flur erweitert.

In Gebieten bei denen beide Lebensformen anzutreffen sind, findet man gemischte Mäusepopulationen. Hier sind sowohl die westliche als auch die nördliche Hausmaus vertreten.

Soziales

Die wilde Hausmaus bildet sogenannte Großfamilien, jede Großfamilie besitzt ein eigenes Gebiet , dieses wie bei unseren zahmen Mäusen durch Duftmarken abgegrenzt wird.

Andere nicht zur Großfamilie gehörende Mäuse haben in diesem Gebiet nichts verloren, und werden sofort vertrieben. Dabei kann es zu heftigen Kämpfen kommen.

Bei den Männchen herrscht auch innerhalb der Großfamilie eine gewisse Rangordnung die aber stetig neu ausgefochten wird.

Wildlebenden Hausmäuse pflanzen sich vorwiegend im Sommer fort. Direkt dem Menschen angeschlossen Wildmäuse, auf Dachböden oder in Kammern pflanzen sich meist das ganze Jahr über fort.

Die Mütter ziehen ihre Nachkommen in Gemeinschaftsnestern auf, die sich manchmal sogar direkt in Getreidekammern befinden. Die nördliche Hausmaus hat ihre Nistplätze meist in Erdnestern.

Die wildlebende Hausmaus ist überwiegend Nachts aktiv. Sie sind gute Kletterer und obwohl sie Angst vorm Wasser haben können sie sehr gut schwimmen. Ihre Nahrung besteht aus allem was sie finden können. Ursprünglich sind Mäuse alledings eher auf Sämereien und Getreide ausgelegt und bevorzugen dieses Futter auch Heute noch, auch Grünpflanzen und Gräser sowie tierische Nahrung, z B. Insekten steht auf ihrem Speiseplan.

Ihr Hauptfeind ist Mensch und die Katze, aber auch Greifvögel, Eulen, Fuchs, Iltis, Wiesel, Spitzmäuse und Igel zählen zu ihren natürlichen Feinden.