Erfahrungsbericht: Vergesellschaftung dreier Kampfschweine

Seit Längerem hatte ich schon geplant zwei Meeris meiner Freundin zu übernehmen. Und nachdem Nanni, eines meiner zwei Schweinies, im August gestorben war, musste Hanni ohnehin wieder einen Partner haben. Die arme Maus rannte in den Tagen nach Nannis Tod verzweifelt suchend im Gehege rum.

Als die anderen zwei Schweine dann aber da waren, gefiel es ihr aber auch nicht sonderlich. Ist ja auch verständlich. Schließlich wollte ich auch nicht von heute auf morgen zwei wild fremde Menschen in meinem Zimmer haben. beim ersten Zusammenführungsversuch bemühte ich mich für das perfekte Ambiente. Großes Außengehege mit viel frischem Gün und natürlich ausreichend Versteckmöglichkeiten. Irgendwie interessierte das meine Drei nicht die Bohne. Anstatt sich über das tolle Domizil zu freuen, musste man sich erst mal kräftig anzicken und wild mit den Zähnen klappern. Als die ganze Situation schließlich in einer heftige, blutigen Beißerei ausartete und meine Hanni zum Kampfschwein mutierte, musste die Drei trennen. So ähnlich verliefen dann auch noch zwei weitere Versuche. Obwohl es bei diesen die ersten paar Minuten immer gut funktionierte. Aber eben nur solange, bis eine der anderen zu nahe kam oder ein Schwein am bestimmt leckersten Heustängel des gesamten Geheges kanbberte, den genau ein anderes Schwein zu eben diesem Zeitpunkt auch haben wollte. Dann endete die Situation wieder in einer wilden, blutigen Beißerei.

Zu allem Unglück verschlechterte sich dann auch noch das Wetter, sodass ich mit den drei Zicken nicht mehr ins Außengehe konnte. Kurzerhand wurde deshalb mein Zimmer zum ultimativen Riesen-Gehege umfunktioniert. Versuch Nummer vier konnte also beginnen. Diesmal wurden die Schweinchens unter leutem Protest mit dem jeweils fremdriechenden Einstreu abgerieben. Das alles muss die kleinen Kacker wohl so beeindruckt haben, dass sie sich erstmal auf die vielen kleinen Futterhaufen stürzten und das Nebenschwein zunächst völlig uninteressant war.

Funktioniert hat das mit den Futterhaufen natürlich auch nur solange, bis diese leer waren. Dann ging die Beißerei wieder los. Diemal allerdings lange nicht so heftig. Deshalb bin ich schön still in meiner Ecke sitzen geblieben und hab der Sache zugeschaut. Nach 2-3 Stunden wurden Schwein 1-3 dann freidlich. Daraufhin habe ich noch ein paar weiter Srtunden in meiner Ecke gewartet, weil ich dem Frieden nicht ganz traute. Da in dieser Zeit nichts mehr vorgefallen ist, konnte ich am Abend das Innengehege richten und die drei Damen zusammensetzen.

Inzwischen ist es für mich ein Genuss den Dreien beim zuzusehen. Es herrscht urplötzlich eine Einigkeit, als hätten sich dir drei schon ihr Leben lang gekannt. Im Prinzip habe ich mir vorab die Tipps auf der Homepage durchgelesen und mich daran gehalten. Ansonsten kann ich nicht sagen, was bei gefühltem Versuch Nummer 165 anders als bei den ersten drei Versuchen war. Das haben die Drei mit viel Geduld selbst hingekriegt.

Friedlich wird zusammen gefressen
Friedlich wird zusammen gefressen

Dieser Erfahrungsbericht, sowie das Foto wurden uns freundlicherweise von Y. H.zur Verfügung gestellt. Der Text und das Bild stehen unter ihrem Urheberrecht! Es ist nicht erlaubt, Text und/oder das Foto ungefragt zu kopieren oder das Foto direkt zu verlinken.