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Samsons neues Heim

Manchmal bekomme ich Anrufe, über die ich mich richtig freuen kann: Eine nette Frau erzählte mir am Telefon, sie hätte sich schon so lange einen Hamster gewünscht und sich so intensiv informiert und nun hätte sie auch das Geld zusammen, um sich die teure Einrichtung und ein großes Gehege leisten zu können. Solche Anrufe sind ohnehin schon selten, aber als dann noch dazu gesagt wurde, dass es völlig egal ist, was für ein Hamster es wird, dass er ruhig Nachtaktiv sein darf, weil man selber ja auch oft Nachts wach ist und zahm müsste er auch nicht sein. So ein Anruf ist schon wie ein Sechser im Lotto. Zusammen überlegten wir, was so ein Hamster in seinem Gehege braucht, wie groß es sein muss und vor allem natürlich: was für ein Hamster da wohnen darf.

Als Gehege wählten wir ein 115 x 62 x 58 cm Holzgehege mit Plexiglasfront und Gitterdeckel. Der Hersteller bot es günstig als Komplettpaket mit zwei Etagen an. Eigentlich ein günstiges Angebot - wenn die Lieferzeit nicht so lange gewesen wäre, die Verarbeitung passen würde und die Qualität stimmen würde. Das war leider nicht der Fall, aber als alle Mängel behoben waren, wurde es doch noch ein schönes Gehege für einen kleinen Goldhamster:

Samsons Gehege

Eingerichtet ist das Gehege mit den schönen Dingen, die man bei Rodipet kaufen kann: einem großen Holzhaus mit mehreren Kammern, einer Korkhalbröhre, Heunest, Zweithaus und natürlich dem Wodent Wheel. Unten ist es dick eingestreut, die erste Etage ist mit Chinchillasand eingestreut und oben befinden sich auf einer Seite die Futternäpfe und die andere Seite ist mit einem Hanfteppich ausgelegt.

Samsons Geschichte

Wer sollte nun einziehen in das Gehege? Notfallhamster gab es einige, aber leider wohnten die alle recht weit weg und ein Transport über mehrere Stunden ist für einen Hamster nicht optimal. Allerdings fand sich der richtige Hamster schnell bei einem Blick in einen Anzeigenmarkt, da stand: Hamster zu verschenken. Beim Anruf kam dann heraus: da wurde wiedermal ein Goldhamster zum Spielen für ein Kind angeschafft, aber er beißt das Kind und muss nun weg. Als wir den armen Samson abholten, vegetierte er in einem Plastikminikäfig dahin. Die einzige Einrichtung bestand aus einem kleinen Laufrad und einer durchsichtigen Röhre, in der er auch schlief. Kein Wunder, dass er da bissig wurde, vom Kind bespielt, im Gehege keine Rückzugsmöglichkeit. Samson sah richtig fertig aus. Also wurde er schnell in die Transportbox gepackt (die größer war als der Käfig) und mitgenommen. Zuhause angekommen schaute er uns schon recht neugierig an ->
      Samson

Zuerst kam er in einen Übergangskäfig - denn leider war der erste gelieferte Holzkäfig so kaputt, dass wir ihn zurück schicken mußten. Aber der Übergangskäfig war ja auch ok, 120 x 60 x 40 cm, ein Kaninchenkäfig der mit Plexiglas und Draht umwickelt war.

käfig

Das Sams (wie wir Samson dann nannten) war zuerst völlig verschreckt, er fiel vor Angst um, kreischte und war richtig in Panik. Er traute sich nicht ins sein Haus und war allein von der Größe des Geheges wohl völlig verängstigt. Sobald wir uns dem Käfig näherten, fing er an zu kreischen und viel sogar vor Angst um, wenn wir nur den Futternapf hinein stellten. Er fand dann aber schnell das Laufrad und zog dort ein. Erst rannte er fast nur im Rad, da es dabei stark hin und her wackelte, habe ich dann kurzerhand einen Ytongstein drunter genagelt, damit es fest steht. Sams schlief auch erstmal nur im Rad, nahm sein Futter mit ins Rad - er lebte im Rad.

Samson im Rad

Nach einer Woche sah ich ihn das erste Mal ins Haus gehen. Es dauerte noch ein paar Tage, dann fing er endlich an, sich im Haus ein Nest zu bauen und langsam bewegte er sich auch mehr durch das Gehege. Zuerst war er auch Tag und Nacht wach und immer in Alarmbereitschaft. Nach ein paar Tagen fing er an, tagsüber im Rad zu schlafen und nur Nachts zu laufen. Nach drei Wochen war er dann soweit, dass er zwar immer noch bis in den späten Morgen im Rad schlief, aber über Tag zog er sich dann doch, wie ein normaler Hamster, in sein Nest zurück und wir waren richtig glücklich, als er dann einen Hamsternormalen Tagesrythmus entwickelte: Tagsüber schlafen, Abends gegen 21.30 Uhr aufstehen. Nachts Futter sammeln (das hat er schnell gelernt), Nest bauen und Dinge kaputt machen und im Rad rennen - aber längst nicht mehr so hektisch. Nachdem dann das Holzgehege doch noch kam und fertig zusammen gebaut war und das Sams sein neues Gehege angenommen hatte, zog er zu seiner neuen Futternapffüllerin. Diese wurde von ihm erstmal herzhaft in den Finger gebissen, dieser entzündete sich sogar. Aber das war völlig egal: es ist ein echtes Happy End. Die neue Besitzerin liebt ihren Sams, sie schwärmt von seinen Knopfaugen, beobachtet jeder seiner Bewegungen, freut sich über jeden Fortschritt den er macht (er frisst schon aus der Hand ohne zu beißen) und ist einfach glücklich, dass sie diesen kleinen Racker hat.

Futter