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So kommt man über einen "Hühnerstallfehlkauf" zu zwei prächtigen Langohren

von Conny Otahal

Vor rund zwei Jahren hatten mein Freund Thomas und ich, die Conny, das Glück in ein kleines, uraltes Häuschen ohne Heizung, aber mit einem schönen, großen Garten einziehen zu dürfen. Eine Bewohnerin gab es hier schon, das Busserl (bayrisch für Küsschen), eine Katze. Die liebe Fellnase war damals schon 12 Jahre alt, hatte nur ein Auge und zudem noch schreckliche Angst vor uns. Aber man raufte sich doch schnell zusammen, mittlerweile bin ich der Dosenöffner, Thomas der Schmusesklave und unser eh schon winziges Bett muss natürlich durch drei geteilt werden.

Nun ist eine Katze ja ein tolles Tier, aber doch einfach noch etwas wenig für echte Tierfreunde. Darum beschäftigte mich immer mehr die Frage was denn nun wirklich zuerst da war - das Huhn oder das Ei - schließlich habe ich mich für's Huhn entschieden und auch dafür, ein paar davon bei mir aufzunehmen. Nun war es schon spät im Jahr und ich entschied mich über den Winter vernünftige Infos über das Federvieh einzuholen und dann im Frühjahr auch dieselbigen. Und was brachte mir das Christkind - einen Kleintierstall aus dem Baumarkt, der angeblich auch hühnertauglich sei.

Aufgebaut war er schnell und hat auch genauso schnell die Erkenntnis gebracht, dass Hühner darin wohl fast ebenso glücklich wären wie in einer Legebatterie - nämlich gar nicht, weil viel zu klein. Also wurde ein Gartengerätehäuschen bestellt, das sollte dann platzmäßig ja mehr hergeben.

Nun stand dieser einsame Kleintierstall in unserem Garten und mit jedem daran Vorbeilaufen die Überlegungen, wer denn diesen wohl gerne beziehen würde.

Viel kam ja nicht in Frage, Meeris oder Kaninchen, und nachdem wir hier in Bayern ja doch recht kalte Winter haben ist die Entscheidung zugunsten der Kaninchen gefallen.

Nicht lange gefackelt, ab in nächste Tierheim. Als Anfänger wollten wir uns die Sache leicht machen, also sollte es ein Pärchen sein. Als wir unseren Wunsch vortrugen meinte die Tierheimleiterin, sie hätte da ein wunderhübsches Einzelkaninchen, was nicht vergesellschaftet werden könne und ein Pärchen, das wir eh nicht wollen werden. Auch die Erklärung kam gleich nach .... das Weibchen sei ein Stallkaninchen und das Böckchen ein Zwerg. Ich überlegte immer noch krampfhaft wo jetzt das Argument sei, dass wir sie nicht wollen könnten.

Dass Blume nun doppelt so groß ist wie ihr Partner Löffel tut der Liebe nicht den geringsten Abbruch, die beiden sind ein tolles Paar, der kleine Mann ist zwar etwas futterneidisch und dann wird immer ein bisschen durch's Gehege gejagt, aber wenn der Tisch dann leer gefuttert ist sitzt man wieder einträchtig kuschelnd und sich gegenseitig putzend nebeneinander.

Hier das erste Bild, das wir von Blumi und Löffel gemacht haben, nachdem wir sie aus dem TH geholt hatten:

Außengehege

Hier noch ein Foto auf dem Busserl mit drauf ist:

Außengehege

Zu Anfang gab es dann nur den Kleintierstall mit täglichem Freilauf, abends wurde die Stalltüre fest verschlossen, damit kein Fuchs oder Marder unseren lustigen Hopsern an den Kragen kann. Es stellte sich nur sehr schnell heraus, dass Löffel sich immer schwerer abends einsperren ließ. Blumi ließ sich immer mit Futter locken, er hat zu guter Letzt vor lauter Frust das Fressen total eingestellt und hing nur am Gitter, um vielleicht doch wieder einen Weg nach draussen zu finden.

So etwas kann natürlich ein liebender Kaninchenhalter nicht lange mit ansehen und vier Wochen später durften die Beiden dann ihr 12 qm Fort Knox für Hoppler einweihen. Wir haben an dem letzten Abend bis in die Dunkelheit getackert, aber ich werde nie vergessen mit welcher Seeligkeit der kleine Löffel durch das Gehege gejagt ist und sein Glück gar nicht fassen konnte, das gleicht blutige Finger 100-fach aus.

Das Gehege der beiden Langohren können Sie hier bewundern:
Conny`s Außengehege

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Kleintierhilfe München

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