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Erfahrungsbericht: Kaninchenhaltung in der Wohnung

von Anja Zenker

Bereits bevor wir unsere Kaninchen überhaupt hatten, bestellen wir ein Freilaufgehege (8 Elemente je 60 cm x 60), schließlich hatten wir gelesen, dass Kaninchen Auslauf brauchen - und kaninchensicher war unser Zimmer wahrlich nicht. Das Gehege stellen wir so um den ebenfalls besorgten Kaufkäfig, dass unsere zwei neuen Mitbewohner immer rein und raus konnten wann sie wollten, denn wir hatten nicht vor, unsere Kaninchen einzusperrern.

Es dauerte auch nur wenige Tage, bis die ersten schnellen Runden gedreht und die ersten Sprünge gemacht wurden.

kleines Gehege

Zwei Wochen danach und mit dem leider erst dann erlangtem neuen Wissen, dass sich zwei Weibchen nur selten und auch nur mit viel Platz verstehen, folgte die erste Gehegevergrößerung. Seine jetzige Form und Größe (ca. 8-9m²) bekam das Gehege allerdings erst nach sechs gelungenen Ausbrüchen der zwei Racker. Unser Gehege bestand, bevor wir uns entschieden haben, die Käfigabdeckung abzunehmen, ebenfalls nur aus den acht Anfangselementen.

großes Gehege

Die einzige Schwierigkeit, die wir anfangs hatten, lag an dem Zusammensetzen der Gehegeteile, da sich diese normal nur schräg verbinden lassen. Mit Hilfe der Karabiner, die für das Abdecknetz mitgeliefert wurden, konnten wir die Teile dann flexibel verbinden.

Gehegeverbindung

Anfangs gehörte das Sofa nicht zum Bereich der Zwei, allerdings stand das Gitter direkt davor, sodass man sich eigentlich gar nicht mehr hinsetzen konnte. So wurde das Sofa schnell zur Kuschel-, Hüpf- und Kletterburg der Zwerge.

Schlafen auf Couch

Das Sofa selbst diente auch als Ausbruchshilfe, da das Gehege zu dicht an der Lehne stand. Kaum hatte unsere Kleine, damals gerade 2 ½ Monate, entdeckt, wie man aufs Sofa springt, rannte sie nachts auch schon durchs Zimmer. Dadurch steht das Gitter nun um das Sofa herum, so dass wir kaum noch zur Tür raus kommen. Aber was tut man nicht alles für seine Häschen...

Couch

Da die Tapete ziemlich schnell von der Wand gerupft wurde, kauften wir als Schutz Bambusrollos von Ikea - leider scheinen diese sehr gut zu schmecken, wie oben auf dem Bild eindrucksvoll bewiesen wird.

Die beiden großen Holzhäuser haben wir selbst gebaut, da sich die Kaninchen in keiner der gekauften Hütten ausstrecken konnten und deshalb immer zusammen in einer Bananenkiste aus Pappe lagen, die aber nach und nach aufgefressen wurde.

Gehege

Der Katzenbaum wird hauptsächlich angeknabbert. Mit Futter lassen sich die beiden auch nach oben locken, gelegentlich springen sie auch von allein rauf. Dafür scheint die Höhle um so kuscheliger zu sein.

kratzbaum kratzbaum

Gern wird auch auf die Korkröhre gesprungen und durch gelaufen.

korktunnel

Die Steinröhre ist aber auch nicht uninteressant.

steintunnel

Im Gegensatz zu so mach anderem Gehege fand ich unseres immer sehr leer, allerdings hätten die beiden so Platz, große Runden zu drehen. Seit sie regelmäßig lange Ausflüge ins Zimmer machen dürfen, rennen sie aber kaum noch im Gehege. Draußen ist ja viel mehr Platz...

Im Zimmer selbst haben sie noch einen kurzen Katzentunnel und ein kleines Sprungbrett, dass je nachdem wie es steht als Aufstieg zum Bett oder als Unterschlupf genutzt werden kann. Sämtliche Kabel sind durch weitere Gitter abgetrennt.

tunnel

Nach dem Umzug gab es dann ein komplett neues Kaninchengehege:
Erfahrungsbericht - Teil 2: Kaninchenhaltung in der Wohnung

Mehr Infos zu Wohnungsgehegen mit Gitterelementen finden Sie hier:
Wohnungsgehege mit Gitterelementen tiergerecht gestalten

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