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Futterliste

In dieser Liste haben wir Futterpflanzen und andere Futterbestandteile zusammengefasst die an Degus verfüttert werden können. Beachten Sie immer auch die Besonderheiten! Allerdings, wenn bei den Besonderheiten eine Warnung ausgesprochen wird, heißt das auf keinen Fall, dass Sie das Futtermittel meiden müssen, sondern es weist nur auf Probleme hin, die bei Überfütterung oder auch ausschließlicher Fütterung auftreten könnten. Grundsätzlich kann nahezu jedes Futtermittel bei einseitiger Fütterung oder Überfütterung gesundheitsschädlich sein, achten Sie also auf eine gesunde Abwechslung im Futterplan. Wenn ein Futtermittel unter Besonderheiten mit einem - gekenntzeichnet ist, dann bedeutet das lediglich, dass uns keine zu beachtenden Besonderheiten zu diesem Futtermittel bekannt sind, es also im Rahmen der normalen Fütterung gegeben werden kann. In der Liste ist lediglich aufgeführt, was gegeben werden kann. Mengenangaben entnehmen Sie bitte unseren Fütterungshinweisen!

Hier finden Sie eine Gemüsetabelle mit etwas ausführlicheren Nährstoffangaben als PDF zum Ausdrucken:
Gemüseliste mit Nährstoffen

Gemüse

Kräuter/Blätter/Blüten

Zweige

Trockenfutter

Giftstoffe

Info

Links

Frischfutter

Grünfutter Besonderheiten
Gemüse
Broccoli Nur selten in kleinen Mengen oder getrocknet anbieten. Infos zur Kohlfütterung sind hier zu finden: Kohl ist nicht gleich Kohl.
Chicoree Salate nur in kleinen Mengen anbieten. Hoher Oxalsäureanteil in den äußeren Blättern. Mehr Informationen zu Salat als Futtermittel sind hier zu finden: Minderwertiger Salat?.
Eisbergsalat Salate nur in kleinen Mengen anbieten. Informationen zu Salat als Futtermittel sind hier zu finden: Minderwertiger Salat?.
Endivien Salate nur in kleinen Mengen anbieten. Hoher Gehalt an Mineralstoffen wie Kalium, Phosphor, Kalzium und Eisen sowie Vitamin A,B und C, enthält Inulin, dieses wirkt galle- und harntreibend sowie appetitanregend. Informationen zu Salat als Futtermittel sind hier zu finden: Minderwertiger Salat?.
Feldsalat (Rapunzel, Nüssler) Salate nur in kleinen Mengen anbieten. Feldsalat ist häufig sehr nitrathaltig. Informationen zu Salat als Futtermittel sind hier zu finden: Minderwertiger Salat?
Fenchelknollen Knollen und Grün dürfen verfüttert werden, gut verträglich bei Verdauungsbeschwerden, hoher Mineral- und Vitaminanteil, kann den Urin verfärben
Gurken, Schlangengurken Alle gängigen Gurkenvarianten können verfüttert werden, egal ob Schlangengurke, Salatgurke, Nostranogurken etc. Gurken können zu Matschkötteln führen und sollten immer nur sehr rationiert angeboten werden.
Kohlrabi Kohlrabiblätter werden gut vertragen, die Knolle sollte nur selten in kleinen Mengen angegeben werden. Infos zur Kohlfütterung sind hier zu finden: Kohl ist nicht gleich Kohl.
Kopfsalat Salate nur in kleinen Mengen anbieten. Informationen zu Salat als Futtermittel sind hier zu finden: Minderwertiger Salat?
Kürbis Alle für den Menschlichen Verzehr geeigneten Kürbisarten dürfen verfüttert werden, eine Auflistung dieser Arten finden Sie hier: Gemüse: Kürbis, Zierkürbisse dürfen natürlich nicht verfüttert werden.
Möhren, Karotten Möhrengrün ist ein gesundes Futtermittel. Möhren können den Urin verfärben. Enthalten verschiedene Zuckerarten - mehr Infos hier: Die Möhre - doch nicht so ungesund!.
Maispflanze Maisblätter werden gern gefressen. Maiskörner können hin und wieder frisch als Leckerchen angeboten werden, aber bitte kein ganzer Kolben!
Pak Choi Pak Choi gehört zu den Kohlgewächsen und sollte sparsam verfüttert werden. Infos zur Kohlfütterung sind hier zu finden: Kohl ist nicht gleich Kohl
Pastinaken Sind sowohl getrocknet als auch frisch ein gesundes, aber auch sehr kohlenydratreiches Futtermittel.
Paprika rot
gelb
grün
Strunk und unreife Stellen entfernen diese enthalten Solanin, Paprika enthalten viel Vit C.. Sie sollten aber wegen des hohen Kohlenhydratenateils (vor allem die rote) nur in sehr kleinen Mengen auf dem Speiseplan stehen. Namensverwirrung: Schweizer nennen die normale Gemüsepaprika "Peperoni". Für sie heißt nur das Gewürz "Paprika", welches nicht verfüttert wird. Deutsche nennen allerdings scharfe Chilischoten Peperoni, diese sollten auch nicht verfüttert werden.
Petersilienwurzel Auch Knollenpetersilie und Wurzelpetersilie. Nicht an schwangere Tiere verfüttern.
Portulak Portulak enthält Omega 3 Fettsäuren, sowie Vit. B1, B2 und B6
Romana-/ Romanosalat / Lattich / Römersalat Salate nur in kleinen Mengen anbieten. Sehr Vitaminreich, nur in kleinen Mengen verfüttern, Mehr Informationen zu Salat als Futtermittel sind hier zu finden: Minderwertiger Salat?
Rote Bete, Randen Wegen des hohen Oxalsäureanteils nur in geringen Mengen verfüttern, Kot und Urin verfärben sich rot!
Rucola/ Rauke Enthält sehr hohe Mengen an Nitrat, enthält Senföle, ist ein Kohlgewächs - kein Salat und sollte nur in sehr sehr geringen Mengen gegeben werden.
Sellerie
Knollen- und Stangensellerie
Knollensellerie sollte gut gewaschen oder besser noch geschält werden, beide Selleriearten dürfen komplett mit Blättern verfüttert werden
Steckrübe, Kohlrübe Nahrhaftes und Vitaminhaltiges Wintergemüse
Stielmus; Rübstiel; CH: Cime di Rapa Salate nur in kleinen Mengen anbieten. Informationen zu Salat als Futtermittel sind hier zu finden: Minderwertiger Salat?.
Tomaten Grün entfernen - Tomatenpflanzen sind giftig, Kerne und weiches weg lassen, nur ganz ausgereiftes rotes Fruchtfleisch füttern, keine grünen Stellen geben. Tomaten können bei Überfütterung zu Durchfall führen, deshalb nur streng rationiert als Leckerchen anbieten. Tomaten sind ein Fruchtgemüse und enthalten relativ viel Zucker.
Topinambur Die gesamte Pflanze, also Blätter/Blüten dürfen verfüttert werden, die Knollen eher nicht..
Zucchini Sehr wasserhaltiges und bei den Tieren auch eher unbeliebtes Gemüse, dass nur in kleinen Mengen angeboten werden sollte.
Unverträgliches Gemüse
Unverträglich meint: diese Gemüsesorten können bei Verzehr größerer Mengen zu Gesundheitsschädigungen führen
Zwiebelgewächse wie Porree, Zwiebeln, Schnittlauch sind, wenn überhaupt, nur in geringen Mengen zu verfüttern, Infos dazu finden Sie hier: Lauchpflanzen/Zwiebelgewächse. Die meisten Kohlarten, wie z. B. Weißkohl, Rotkohl, Rosenkohl können bei Überfütterung oder wenn sie ungewohnt sind zu scheren Blähungen und Durchfällen führen. Infos zur Kohlfütterung sind hier zu finden: Kohl ist nicht gleich Kohl. Hülsenfrüchte (Linsen, Erbsen, Bohnen) können roh zu Blähungen führen, frische Süßerbsenschoten werden vertragen, Kartoffeln enthalten schlecht verdauliche Stärke im Rohzustand, die grüne Stellen, Triebe und Grün sind giftig. Rettich und Rhabarber sind schwach giftig und somit unverträglich. Auberginen enthalten sehr viel Solanin und sollten nicht verfüttert werden.


Kräuter Blätter Blüten Wenn nicht anders angegeben, dürfen diese Kräuter/Blätter/Blüten frisch und getrocknet verfüttert werden.
Bambus Nur echter Bambus (Gartenbambus) darf verfüttert werden. Sogenannter Glücksbambus ist kein echter Bambus, sondern eine giftige Yuccaart = kein Futtermittel!
Basilikum Wirkt bei Verdauungsbeschwerden krampflösend, appetitanregend und beruhigend. Sollte wegen des Estragolgehaltes nur in geringen Mengen gegeben werden.
Brennesselkraut Nur getrocknet verfüttern, wirkt Harntreibend
Brombeerblätter Stark Gerbsäurehaltig, mit Stacheln nur getrocknet verfüttern oder Stacheln entfernen.
Dill Enthält viele Vitamine, wirkt Appetitanregend, behebt Magenverstimmungen und ist krampflösend.
Echinacea, Sonnenhut Stärkt das Immunsystem
Gänseblümchen Dürfen komplett verfüttert werden
Giersch frisch "Gewöhnlicher Giersch" schmeckt ein wenig nach Petersilie. Vorsicht giftiger Doppelgänger: Taumel-Kälberkropf , Unterscheidungsmerkmal: Stängel rot gefleckt und borstig.
Golliwoog Eine Zierpflanze die sich als Tierfutter zu eignen scheint.
Gras frisch Die Tiere langsam an frisches Gras gewöhnen, dann darf es bedenkenlos immer angeboten werden. Lesen Sie hierzu auch die Kleine Graserei.
Grüner Hafer -
Grüner Weizen -
Haselnussblätter
Hirtentäschelkraut Nicht an schwangere Tiere verfüttern, wirkt wehenfördernd
Hibiskusblüten Hibiskusblüten und Blätter dürfen angeboten werden.
Himbeerblätter Vor allem in Trockenfuttermischung werden Himbeerblätter als Rohfaser und Mineralienlieferant verwendet.
Johannisbeerblätter
Kamille Wirkt positiv bei Verdauungsbeschwerden und Atemwegserkrankungen - auch als Tee
Kornblumenblüten
Löwenzahnwurzel mit Kraut Wirkt Harntreibend, kann den Urin rötlich verfärben, Löwenzahn darf komplett mit Blüten verfüttert werden - der weiße Pflanzensaft ist nicht gifitg!
Luzerne Durch den hohen Eiweißanteil bindet Luzerne Calzium im Körper, außerdem ist der Kalziumanteil extrem hoch.
Malve wilde Malve, aber auch Quirlmalve dürfen verfüttert werden.
Melisse (Zitronenmelisse)
Petersilie Nicht an schwangere Tiere verfüttern, wirkt Wehenfördernd, ist stark Kalziumhaltig
Pfefferminze Wirkt entkrampfend (hilfreich zu Unterstützung bei Magen/Darmbeschwerden), wirkt durchblutungsfördernd und regt die Gallensekretion an.
Ringelblumenblüten
Salbei
Sauerampferkraut Sauerampfer enthält viel Oxalsäure (siehe Tabelle unten) und sollte deshalb nur in sehr geringen Mengen verfüttert werden
Schafgarbe Vorsicht giftiger Doppelgänger: die grünen Blätter von GefleckterSchierling und Rainfarn sind unverträglich, ähneln aber den Blättern der Schafgarbe. Unterscheidungsmerkmal: die Giftpflanzen riechen unangenehm, Schafgarbe riecht aromatisch.
Sonnenblumenblüten
Spitzwegerich
Vogelmiere Vorsicht giftiger Doppelgänger: Acker-Gauchheil, wird auch als rot oder blau blühende Vogelmiere bezeichnet, ist aber unverträglich.
Wiesenbärenklau Vorsicht giftiger Doppelgänger: Wird häufiger mit dem giftigen Riesenbärenklau und dem Hecken-Kälberkropf verwechselt! Stacheln der älteren Pflanzen können zu Reizungen führen.
Giftiges
Die hier aufgezählten Pflanzen sind schwach bis stark giftig. Teilweise können die Tiere sie in geringen Mengen fressen, ohne Probleme zu bekommen, andere Pflanzen hingegen sorgen für starke Vergiftungen. Genauere Angaben zu den einzelnen Pflanzen bekommen Sie hier:
Giftpflanzendatenbank
Agave, Aloe Vera (unbehandelt), Alpenveilchen, Amaryllis, Anthurie, Aronstab, Azalee, Berglorbeer, Bilsenkraut, Bingelkraut, Bittersüßer Nachtschatten, Blauregen, Bocksdorn, Bohnen, Buchsbaum, Buschwindröschen, Christrose, Christusdorn, Efeu, Eibengewächse, Einblatt, Eisenhut, Essigbaum, Farne, Fensterblatt, Fingerhut, Gartenwicken, Geranien, Ginster, Goldregen, Gundermann, Hahnenfuss, Hartriegel, Heckenkirsche, Herbstzeitlose, Holunder, Hundspetersilie, Hyazinthe, Ilex, Jakobsgreiskraut, Kalla, Kartoffelkraut, Kirschlorbeer, Lebensbaum, Liguster, Lilien, Lonicera, Lupine, Maiglöckchen, Mistel, Narzissen, Oleander, Osterglocke, Primel, Rebendolde, Riesenbärenklau, Robinie, Sadebaum, Sauerklee, Schachtelhalm, Schierling, Schneebeere, Schneeglöckchen, Schöllkraut, Seidelbast, Sommerflieder, Stechapfel, Tollkirsche, Wacholder, Wolfsmilchgewächse (alle), Wunderstrauch, Zypressenwolfsmilch.


Zweige Besonderheiten
Blätter und Blüten dürfen mit angeboten werden
Apfelbaum-
BirkeDie Blätter wirken stark harntreibend, enthält viel Gerbsäure
Birnenbaum-
HainbucheNur in kleinen Mengen geben
HainbucheHoher Gerbsäureanteil, Pilzanfällig = vor dem Verfüttern auf Pilzbefall untersuchen und nicht zu häufig anbieten.
Erle-
Haselnussstrauch-
Heidelbeerbusch-
Johannisbeerbusch-
Lindedie Blätter wirken stark harntreibend
Pappel-
QuitteRelativ hoher Gerbstoffanteil in den Ästen, die Früchte sind unverträglich
Eingeschränkt geeignete ZweigeDie Blätter von Steinobst wie Kirsche, Pflaume, Pfirsich etc. enthalten angeblich (unbewiesen!) Amygdalin, das durch enzymatische Aufspaltung zu Blausäure zerfällt, Blätter dieser Bäume sollten nur selten auf dem Speiseplan stehen, in kleinen Mengen sollten sie auf keinen Fall schaden. Weiden enthalten arzneilich wirksame Bestandteile und sollten nur selten gegeben werden. Buchen enthalten viele Gerbstoffe und sind damit schwer unverträglich.
Ungeeignete ZweigeNadelhölzer werden nicht vertragen, die Harze und ätherischen Öle reizen die Tiernasen und der Harz kann zu massiven Verdauungstörungen führen. Tannen und andere Nadelgewächse sollten also nicht gereicht werden. Thuja, Zypressen und Eibe sind giftig. Eichen enthalten einen extrem hohen Anteil an Tanninen, Kastanien und Eicheln sind also unverträglich.

Infos zu den als schädlich angegebenen Inhaltsstoffen

OxalsäureOxalsäure ist eine weit verbreitete, wasserlösliche, organische Pflanzensäure. Oxalsäure reagiert im Körper mit Calzium, es stört den Calziumstoffwechsel. Die lebensnotwendigen Ca-Ionen werden in From von unlöslichem Calziumoxalat ausgefällt. Das Calzium kann seine Funktion im Körper nicht mehr erfüllen. Das Calziumoxalat ist Hauptbestandteil von Nierensteinen, es verstopft als Blasenschlamm die Harnwege. Eine hohe Konzentration an Oxalatsäure im Futter kann also zu Nierenerkrankungen, Blasensteinen und Calziumstoffwechselstörungen führen. Pflanzen mit hohem Oxalsäuregehalt können an gesunde Tiere durchaus in geringen Mengen verfüttert werden. Von einer dauerhaften Fütterung ist abzuraten. Tiere mit Nierenschädigung sollten auf diese Lebensmittel verzichten.
SolaninSolanin ist ein schwerlösliches, toxisches Alkaloid einiger Nachtschattengewächse (Solanaceae)(es ist z.B. in den grünen Stellen von Kartoffelknollen und Tomaten zu finden). Folgen von zu hoher Solaninkonzentration im Futter sind unter Anderem: Magenbeschwerden, Darmentzündungen, Nierenreizungen, bzw. Entzündungen, Durchfall, und in schlimmen Fällen eine Auflösung der roten Blutkörperchen, Störungen der Kreislauf- und Atemtätigkeit sowie Schädigungen des zentralen Nervensystems.Grüne Stellen bei Kartoffeln sowie die Keime sind zu entfernen. Kartoffeln sollten aber ohnehin aufgrund ihres hohen Stärkegehaltes nur sehr sehr selten auf dem Speiseplan stehen. Grüne Tomaten, sowie grüne Stellen an den Tomaten und die Pflanzen dürfen nicht verfüttert werden, rote ausgereifte Tomaten gelten als unbedenklich.
NitratNitrat ist eine Verbindung aus den Elementen Stickstoff und Sauerstoff. Pflanzen benötigen den Stickstoff des Nitrates zum Aufbau von Eiweiß. Nitrat selber ist nicht giftig, es ist aber die Vorstufe des gesundheitsschädigenden Nitrits. Im Körper wird das Nitrat von Mikroorganismen zu Nitrit reduziert. Nitrit ist giftig. Zeichen einer Nitritvergiftung sind: Speicheln, Durchfall, Muskelzittern, Schwäche, Taumeln, Zyanose. In geringen Mengen ist ein Verzehr Nitrathaltiger Nahrungsmittel unbedenklich. Jedoch sollten stark belastete Lebensmittel wie z.B. Kopfsalat, Endivie, Eissalat, Feldsalat, Spinat, Stielmangold, Rote Bete etc. nicht als Hauptfutter eingesetzt werden. Hin und wieder ein Salatblatt ist bei einer abwechslungsreichen Fütterung unbedenklich.
Blausäure
(Cyanwasserstoff)
Blausäure ist eine nahezu farblose, brennbare, flüchtige und wasserlösliche Flüssigkeit, die nach Bittermandeln riecht. In reiner Form ist es extrem giftig, in Pflanzen ist es meist nur in sehr geringen Mengen enthalten. Durch die massive Einnahme von Blausäure, bzw Cyaniden die im Körper zu Blausäure aufgespalten werden, kommt es zu einer Blockade der Zellen (grob vereinfacht), sie können keinen Sauerstoff mehr aufnehmen und die Zellen sterben ab. Als Folge einer solchen Vergiftung kommt zu Krämpfen, meist zuerst zu Bauchkrämpfen, Durchfall und im weiteren Verlauf zu Atemnot und schlimmstenfalls zum Tod. Normalerweise ist ein wenig Blausäure im Futter kein Problem für die Tiere. Man geht sogar davon aus, dass Tiere, die hin und wieder cyanid-/blausäurehaltige Rinden aufnehmen weniger Parasiten im Darm haben. Um eine starke Vergiftung herbei zu führen, müssen die Tiere unnatürlich viel Blausäure aufnehmen, dass geht eigentlich nur mit hochgiftigen Pflanzen oder bei einer sehr einseitigen Fütterung. Blausäure ist in den Steinen von Steinobst (Pfirsich, Nektarine, Pflaume) vorhanden, angeblich auch in geringer Menge in den Blättern und Rinden der Pflanzen, ist der Stein zerbrochen, findet sich Blausäure auch in der Frucht. Auch in den Kernen von Kernobst ist Blausäure vorhanden (aber pro kg Tiergewicht müsste etwa eine handvoll Kerne gefressen werden, um eine Wirkung zu erzielen).

Info

Wir gehen in dieser Liste absichtlich nicht auf Warnungen bezüglich stark gespritzer Futtermittel ein! Sicher sind einige Gemüse oder Obstsorten teilweise stark belastet, aber diese Belastungen sind schwankend und z.B. im Biogemüse kaum zu finden. Teilweise sind Warnungen auf Produkte einzelner Länder beschränkt. Wir müssten hier ständig umstellen, wenn wir jeden aktuellen Warnhinweis einarbeiten würden. Grundsätzliche Warnungen wie: "Gurken sind immer stark gespritzt und sollten nicht gegeben werden" lehnen wir als zu ungenau und meist auch falsch völlig ab.

Ebenso gibt es hier keine Warnungen, wenn ein Lebensmittel einen gerade neu entdeckten krebserregenden oder sonstwie krank machenden Stoff enthält, denn solche Berichte sind oft das Produkt purer Panikmache und von den Medien aufgepuscht und dadurch darf man sich wirklich nicht zu sehr verunsichern lassen. Zwar werden immer wieder in einzelnen Lebensmitteln schädliche Stoffe entdeckt, aber für gewöhnlich in so minimalen Mengen, dass es lächerlich wäre, sie alle hier als gefährlich aufzulisten - es bliebe für die Tiere nichts mehr zu fressen übrig, wenn wir das konsequent durchziehen würden. Beispiel: der ausgesprochen gesunde, darmregulierende und vitaminhaltige Fenchel wird seit einigen Jahren als gefährlich eingestuft, weil er eine geringe Menge Safrol enthält. Im Fenchel ist der Anteil an Safrol so gering, dass er medizinisch nicht von Bedeutung ist. Krebserregend wirkt Safrol nur in größeren Mengen (wie z.B. in der Muskatnuß - durch das Muskatnuß Öl wurde Safrol als Droge und Krebserregend bekannt). Wie immer, wenn dann solche "neuen" Erkenntnisse im Internet verbreitet werden, stürzten sich Halter drauf und verteufelten fortan alles was Safrol enthält, egal, wie gesund es auch sein mag.;)

Links

Degupedia / Pflanzen und Tierernährung

Da diese Frage häufig kommt, finden Sie hier die Antwort auf die Frage:
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