NagerInfoLemmingHamsterZwerghamsterMeerschweinchenChinchillaRatteMausDeguKaninchenRennmaus

Futterliste

In dieser Liste haben wir Futterpflanzen und andere Futterbestandteile zusammengefasst die an graue Steppenlemminge verfüttert werden können. Beachten Sie immer auch die Besonderheiten! Wenn bei den Besonderheiten eine Warnung ausgesprochen wird, heißt das auf keinen Fall, dass Sie das Futtermittel meiden müssen, sondern es weist nur auf Probleme hin, die bei Überfütterung oder auch ausschließlicher Fütterung auftreten könnten. Grundsätzlich kann nahezu jedes Futtermittel bei einseitiger Fütterung oder Überfütterung gesundheitsschädlich sein, achten Sie also auf eine gesunde Abwechslung im Futterplan. Wenn ein Futtermittel unter Besonderheiten mit einem - gekenntzeichnet ist, dann bedeutet das lediglich, dass uns keine zu beachtenden Besonderheiten zu diesem Futtermittel bekannt sind, es also im Rahmen der normalen Fütterung gegeben werden kann. In der Liste ist lediglich aufgeführt, was gegeben werden kann. Mengenangaben entnehmen Sie bitte unseren Fütterungshinweisen!

Hier finden Sie eine Gemüsetabelle mit etwas ausführlicheren Nährstoffangaben als PDF zum Ausdrucken:
Gemüseliste mit Nährstoffen

Grünfutter

Gemüse

Obst

Zweige

Trockenfutter

Eiweißfutter

Giftstoffe

Frischfutter

Name

Besonderheiten

Grünfutter

Wenn nicht anders angegeben, darf das Grünfutter frisch und getrocknet verfüttert werden.

Basilikum

Wirkt bei Verdauungsbeschwerden krampflösend, appetitanregend und beruhigend. Sollte wegen des Estragolgehaltes nur in geringen Mengen gegeben werden.

Beifuß, gewöhnlicher Hoher Thujongehalt, selten geben
Beinwell Hoher Proteingehalt
Brennesselkraut

Nur getrocknet verfüttern, wirkt Harntreibend

Brombeerblätter

Stark Gerbsäurehaltig, mit Stacheln nur getrocknet verfüttern oder Stacheln entfernen.

Dill

Enthält viele Vitamine, wirkt Appetitanregend, behebt Magenverstimmungen und ist krampflösend.

Echinacea, Sonnenhut

Stärkt angeblich das Immunsystem

Gänseblümchen

Dürfen komplett verfüttert werden (existierende Warnhinweise beziehen sich auf massenhafte Aufnahme durch Menschen - und können getrost ignoriert werden)

Gartenmelde Keine Besonderheiten bekannt
Giersch frisch

"Gewöhnlicher Giersch" schmeckt ein wenig nach Petersilie. Vorsicht giftiger Doppelgänger: Taumel-Kälberkropf , Unterscheidungsmerkmal: Stängel rot gefleckt und borstig.
Golliwoog

Eine Zierpflanze die sich als Tierfutter zu eignen scheint.
Gras frisch

Verschiedene Grassorten sind geeignet. Lesen Sie hierzu auch die Kleine Graserei.
Grüner Hafer

Hafer darf grün und reif verfüttert werden

Grüner Weizen

Weizengrün ist ein sehr bekömmliches Futter

Hirtentäschelkraut

Nicht an schwangere Tiere verfüttern, wirkt wehenfördernd

Huflattich Wirkt entzündungshemmend, kann in großen Mengen zu Leberschäden führen.

Kamille

Wirkt positiv bei Verdauungsbeschwerden und Atemwegserkrankungen - auch als Tee

Kerbel Als Futterpflanze geeignet sind der Wiesen-Kerbel und der Gartenkerbel
Klee

Gelbklee, Weißklee und Rotklee werden in geringen Mengen gut vertragen. Sie enthalten alllerdings zur Blütezeit eine geringe Menge cyanogene Glycoside (daraus wird Blausäure abgespalten). Gerade junger Klee wirkt in großen Mengen stark Aufgasend und bei übermäßigem Verzehr kann es zu Durchfall kommen.

Kornblumenblüten

Keine Besonderheiten bekannt

Löwenzahnwurzel mit Kraut

Wirkt Harntreibend, dürfen komplett mit Blüten verfüttert werden

Luzerne

Durch den hohen Eiweißanteil bindet Luzerne Calzium im Körper, der Kalziumanteil extrem hoch.

Majoran

Die Blüten enthalten bis zu 4% ätherische Öle.
Malve wilde frisch

Keine Besonderheiten bekannt

Melisse (Zitronenmelisse)

Wirkt entkrampfend

Moose

Moose werden gern zum Nestbau verwendet. Sie können frisch und getrocknet angeboten werden.

Oregano

Hilft angeblich bei Kokzidiose. Nur in geringen Mengen verfüttern. Das enthaltene Carvacrol wirkt entzündungshemmend. Wirkt lindernd bei Verdauungsbeschwerden.

Petersilie

Nicht an schwangere Tiere verfüttern, wirkt Wehenfördernd, ist stark Kalziumhaltig

Pfefferminzblätter

Wirkt entkrampfend (hilfreich zu Unterstützung bei Magen/Darmbeschwerden), wirkt durchblutungsfördernd und regt die Gallensekretion an.
Ringelblumenblüten

Keine Besonderheiten bekannt
Rosenblätter Rosenblütenblätter aus dem eigenen Garten können gern als Leckerchen angeboten werden - auf keinen Fall allerdings Rosenblätter von gekauften Rosen, egal ob Bio oder konventionell hergestellt!
Rosmarin Wegen des hohen Anteils an ätherischen Ölen und Gerbstoffen nur selten in kleinen Mengen anbieten.
Salbei

wirkt entzündungshemmend
Sauerampferkraut

hoher Oxalsäuregehalt

Schafgarbe

Wirkt Appetitanregend, wird von Lemmingen gern gefressen. Vorsicht giftiger Doppelgänger: die grünen Blätter von GefleckterSchierling und Rainfarn sind unverträglich, ähneln aber den Blättern der Schafgarbe. Unterscheidungsmerkmal: die Giftpflanzen riechen unangenehm, Schafgarbe riecht aromatisch.
Sonnenblumenblüten

Keine Besonderheiten bekannt
Spitzwegerich

Spitzwegerich wirkt reizlindernd.
Vogelmiere

Vorsicht giftiger Doppelgänger: Acker-Gauchheil, wird auch als rot oder blau blühende Vogelmiere bezeichnet, ist aber unverträglich.
Wermut

Es wurde mal angenommen, Wermut seit eine beliebte Lemmingfutterpflanze, aber neue Untersuchungen ergaben, das Steppenlemminge den Wermut nicht mögen und er in der Mongolei in der Steppe nicht vorkommt.
Wiesensalbei ist besser verträglich als Küchensalbei
Giftiges
Die hier aufgezählten Pflanzen sind schwach bis stark giftig. Teilweise können die Tiere sie in geringen Mengen fressen, ohne Probleme zu bekommen, andere Pflanzen hingegen sorgen für starke Vergiftungen. Genauere Angaben zu den einzelnen Pflanzen bekommen Sie hier:
Giftpflanzendatenbank
Agave, Aloe Vera (unbehandelt), Alpenveilchen, Amaryllis, Anthurie, Aronstab, Azalee, Bärenklau, Berglorbeer, Bilsenkraut, Bingelkraut, Bittersüßer Nachtschatten, Blauregen, Bocksdorn, Bohnen, Buchsbaum, Buschwindröschen, Christrose, Christusdorn, Efeu, Eibengewächse, Einblatt, Eisenhut, Essigbaum, Farne, Fensterblatt, Fingerhut, Gartenwicken, Geranien, Ginster, Goldregen, Gundermann, Hahnenfuss, Hartriegel, Heckenkirsche, Herbstzeitlose, Holunder, Hundspetersilie, Hyazinthe, Ilex, Jakobsgreiskraut, Kalla, Kartoffelkraut, Kirschlorbeer, Lebensbaum, Liguster, Lilien, Lonicera, Lupine, Maiglöckchen, Mistel, Narzissen, Oleander, Osterglocke, Primel, Rebendolde, Robinie, Sadebaum, Sauerklee, Schachtelhalm, Schierling, Schneebeere, Schneeglöckchen, Schöllkraut, Seidelbast, Sommerflieder, Stechapfel, Tollkirsche, Wacholder, Wolfsmilchgewächse (alle), Wunderstrauch, Zypressenwolfsmilch.


Gemüse

Broccoli

Stärkt Abwehrkräfte, Infos zur Kohlfütterung sind hier zu finden: Kohl ist nicht gleich Kohl.

Chicoree

Hoher Oxalsäureanteil in den äußeren Blättern. Informationen zu Salat als Futtermittel sind hier zu finden: Minderwertiger Salat?
Eisbergsalat

Informationen zu Salat als Futtermittel sind hier zu finden: Minderwertiger Salat?

Endivien

Hoher Gehalt an Mineralstoffen wie Kalium, Phosphor, Kalzium und Eisen sowie Vitamin A,B und C, enthält Inulin, dieses wirkt galle- und harntreibend sowie appetitanregend. Informationen zu Salat als Futtermittel sind hier zu finden: Minderwertiger Salat?

Feldsalat (Rapunzel, Nüssler)

Informationen zu Salat als Futtermittel sind hier zu finden: Minderwertiger Salat?

Fenchelknollen

Knollen und Grün dürfen verfüttert werden, gut verträglich bei Verdauungsbeschwerden, hoher Mineral- und Vitaminanteil, kann den Urin verfärben.

Gurken, Schlangengurken

Können in großen Mengen zu Matschkötteln führen.

Kohlrabi

Infos zur Kohlfütterung sind hier zu finden: Kohl ist nicht gleich Kohl.

Kopfsalat

Informationen zu Salat als Futtermittel sind hier zu finden: Minderwertiger Salat?

Kürbis

Alle für den Menschlichen Verzehr geeigneten Kürbisarten dürfen verfüttert werden, eine Auflistung dieser Arten finden Sie hier: Gemüse: Kürbis, Zierkürbisse dürfen natürlich nicht verfüttert werden.
Möhren, Karotten

Möhren können den Urin orange verfärben, das Grün sollte gründlich gewaschen werden vor dem Verfüttern. Möhren enthalten verschiedene Zuckerarten - mehr Infos hier: Die Möhre - doch nicht so ungesund!.

Pastinaken

Keine Besonderheiten bekannt
Paprika rot
gelb
grün

Strunk entfernen dieser enthält Solanin, Paprika enthalten viel Vit C

Petersilienwurzel

Auch Knollenpetersilie und Wurzelpetersilie. Nicht an schwangere Tiere verfüttern.
Portulak

Portulak enthält Omega 3 Fettsäuren, sowie Vit. B1, B2 und B6

Romana-/ Romanosalat / Lattich / Römersalat

Sehr Vitaminreich, nur in kleinen Mengen verfüttern, Mehr Informationen zu Salat als Futtermittel sind hier zu finden: Minderwertiger Salat?

Rote Bete, Randen

Wegen des hohen Oxalsäureanteils nur in geringen Mengen verfüttern, Kot und Urin verfärben sich rot!

Rucola/ Rauke

Enthält sehr hohe Mengen an Nitrat, enthält Senföle, ist ein Kohlgewächs - kein Salat! Infos zur Kohlfütterung sind hier zu finden: Kohl ist nicht gleich Kohl.

Schwarzwurzel

Schwarzwurzeln sondern beim Schälen einen weißen Saft aus, dieser ist stark Vitamin und Mineralhaltig und ebenfalls sehr gesund.

Sellerie
Knollen- und Stangensellerie

Knollensellerie sollte gut gewaschen oder besser noch geschält werden, beide Selleriearten dürfen komplett mit Blättern verfüttert werden.

Steckrübe, Kohlrübe

Nahrhaftes und Vitaminhaltiges Wintergemüse

Stielmus; Rübstiel; CH: Cime di Rapa

Informationen zu Salat als Futtermittel sind hier zu finden: Minderwertiger Salat?

Topinambur

Die gesamte Pflanze, also Blätter/Blüten dürfen verfüttert werden, die Knollen eher selten.

Zucchini

Keine Besonderheiten bekannt
Zuckermais (Kolben)

Die Blätter sind frisch und getrocknet lecker und gesund (ungespritzt) Maiskolben dürfen frisch und getrocknet angeboten werden

Unverträgliches Gemüse
Unverträglich meint: diese Gemüsesorten können bei Verzehr größerer Mengen zu Gesundheitsschädigungen führen
Zwiebelgewächse wie Porree, Zwiebeln, Schnittlauch sind, wenn überhaupt, nur in geringen Mengen zu verfüttern, Infos dazu finden Sie hier: Lauchpflanzen/Zwiebelgewächse. Einige Kohlarten, wie z. B. Weißkohl, Rotkohl, Rosenkohl können bei Überfütterung oder wenn sie ungewohnt sind zu schweren Blähungen und Durchfällen führen. Infos zur Kohlfütterung sind hier zu finden: Kohl ist nicht gleich Kohl. Hülsenfrüchte (Linsen, Erbsen, Bohnen) können roh zu Blähungen führen, frische Süßerbsenschoten werden vertragen, Kartoffeln enthalten schlecht verdauliche Stärke im Rohzustand, die grüne Stellen, Triebe und Grün sind giftig. Rettich und Rhabarber sind schwach giftig und somit unverträglich. Auberginen enthalten sehr viel Solanin und sollten nicht verfüttert werden. Tomaten - tja, es gab unerklärliche Todesfälle nach dem Verfüttern von Tomaten, deshalb raten wir davon erstmal ab.


Obst

Obst wird in geringen Mengen vertragen, es sollte aber nur sehr selten als Leckerchen verfüttert werden (fingernagel große Stücke, nicht öfter als 2 x die Woche). Lemminge bekommen von zu viel Zucker im Futter einen sehr hohen Blutzuckerspiegel, kleine Mengen Zucker (in Obst und Gemüse sind verschiedene Zuckerarten enthalten) sind bei gesunden und aktiven Lemmingen unbedenklich.
Äpfel

Kerne enthalten Blausäure

Brombeeren

Können in Verbindung mit Wasser zu Durchfall führen

Erdbeeren

Blätter können mit verfüttert werden

Himbeeren

Können in Verbindung mit Wasser zu Durchfall führen, Blätter der Pflanze können gern verfüttert werden

Hagebutten

Frisch oder getrocknet wird die Hülle der Hagebuttenfrucht ohne Kerne (Nüsschen) verfüttert. Hoher Vit C Gehalt (250 mg/100g)

Kiwi

Fruchsäuren reizen die Haut und säuern den Urin an

Melone (Wassermelone)

Im Sommer ein beliebter Durstlöscher. Honigmelonen sollten eher nicht gegeben werden.

Unverträgliches Obst
Unverträglich meint: diese Obstsorten können bei Verzehr größerer Mengen zu Gesundheitsschädigungen führen
Steinobst wie Kirschen, Pfirsich, Pflaume, Nektarine, Mirabelle etc. enthalten zu viel Zucker und können in größeren Mengen zusammen mit Wasser zu starkem Durchfall führen, die Steine enthalten Blausäure. Exotische Früchte wie Papaya, Cherimoya, Curuba, Granatapfel, Guaven, Physalis, Kumquat, Litchi, Mangos können bei Verzehr zu sehr schweren Verdauungsstörungen führen und dürfen nicht verfüttert werden! Manche Avokadosorten sind sogar schwer giftig für Lemminge und alle Avocadosorten führen in unreifem Zustand zu Durchfall. Zitrusfrüchte sollten aufgrund des hohen Säuregehaltes nicht gegeben werden Südfrüchte wie Orangen und Mandarinen säuern den Urin zu stark an und greifen die Darmflora an.


Zweige

Besonderheiten
Blätter und Blüten dürfen und sollten frisch und getrocknet mit angeboten werden

Apfelbaum-
Birkedie Blätter wirken stark harntreibend, enthält viel Gerbsäure
BirnenbaumKeine Besonderheiten bekannt-
BucheBuchenblätter sind stark Oxalsäurehaltig, nur in kleinen Mengen geben
ErleKeine Besonderheiten bekannt
HainbucheHoher Gerbsäureanteil, Pilzanfällig = vor dem Verfüttern auf Pilzbefall untersuchen und nicht zu häufig anbieten.
HaselnussstrauchKeine Besonderheiten bekannt
HeidelbeerbuschKeine Besonderheiten bekannt
Johannisbeerbusch Keine Besonderheiten bekannt
KirscheEnthält angeblich (unbewiesen!) Amygdalin
LindeDdie Blätter wirken stark harntreibend
PappelKeine Besonderheiten bekannt
PflaumeEnthält angeblich (unbewiesen!) Amygdalin
QuitteRelativ hoher Gerbstoffanteil in den Ästen, die Früchte sind unverträglich
Ungeeignete ZweigeZweige von Tannen und anderen Nadelbäumen sollten nicht gegeben werden. Thuja, Zypressen und Eibe sind giftig. Weiden enthalten arzneilich wirksame Bestandteile und sollten nur selten gegeben werden. Kastanie enthalten verschiedene darmreizende Wirstoffe. Eichen enthalten einen extrem hohen Anteil an Tanninen und sind somit giftig (Kastanien und Eicheln sind unverträglich).

Trockenfutter

Getreide Besonderheiten
BuchweizenKeine Besonderheiten bekannt
EmmerweizenWird besser vertragen als Industrieweizen
GersteKörner und Flocken
HaferHafer kann in verschiedener Form verfüttert werden, als Flocken, Körner, Ripsen, grüner Hafer getrocknet und frisch
Hirse7 % Fett
RoggenKörner und Flocken
WeizenKörner und Flocken (in geringen Mengen und aus Bioanbau)
Kleinsämereien/
Ölsamen
Beispiele
Grassamen Kammgras, Rohrschwingel, Knaulgras, Weidelgras
Kräutersamen Löwenzahn, Fenchel, Brennessel, Dill, Petersilie etc.
Ölsamen Negersaat, Hanf, Kardi, Leinsaat, Mohn, Perilla, Sesam.
Nüsse/Kerne: Besonderheiten
Da Lemminge dazu neigen schnell fett zu werden, müssen alle Nüsse streng rationiert werden!
Erdnüssemit Schale aus dem Bioladen
HaselnüsseKeine Besonderheiten bekannt
Kürbiskernemit Schale
Macadamia Keine Besonderheiten bekannt
Mandeln Nur Süßmandeln verfüttert, Bittermandeln enthalten Blausäure
Pecannüsse -
Pinienkerne Keine Besonderheiten bekannt
Sonnenblumenkerne mit Schale
Walnüsse Keine Besonderheiten bekannt
Weitere Bestandteile: Besonderheiten
ErbsenflockenKeine Besonderheiten bekannt
JohannisbrotJohannsbrot enthält viel Zucker und Fett und sollte von daher nur sehr selten auf dem Speiseplan stehen!
Maiskörner Fern auch Bruchmais
ReisflockenFlocken werden besser vertragen als trockene Reiskörner, gekochter Reis zieht Wasser (sie quellen im Magen auf und trocknen das Tier aus weil sie Wasser ziehen)!

Eiweißfutter

Bachflohkrebse Gammarus getrocknet
Garnelenunbehandelt, getrocknet
Grille Keine Besonderheiten bekannt
Heimchen Keine Besonderheiten bekannt
Hundekuchen Zuckerfrei, 22 % Rohprotein und 4 - 5 %Rohfett
Hüttenkäse Keine Besonderheiten bekannt
KatzenleckerchenOhne zugesetztes Taurin, oder wenig geben.
Magermilchjoghurt kann in großen Mengen zu Durchfall führen
Mehlwürmer Infos zu Mehlwürmern sind auch hier zu finden: Mehlwürmer
Quark Magerquark, keinen Sahnequark, kann in großen Mengen zu Durchfall führen
Zophobas Sind sehr fetthaltig (~40%), selten geben

Infos zu den als schädlich angegebenen Inhaltsstoffen

OxalsäureOxalsäure ist eine weit verbreitete, wasserlösliche, organische Pflanzensäure. Oxalsäure reagiert im Körper mit Calzium, es stört den Calziumstoffwechsel. Die lebensnotwendigen Ca-Ionen werden in From von unlöslichem Calziumoxalat ausgefällt. Das Calzium kann seine Funktion im Körper nicht mehr erfüllen. Das Calziumoxalat ist Hauptbestandteil von Nierensteinen, es verstopft als Blasenschlamm die Harnwege. Eine hohe Konzentration an Oxalatsäure im Futter kann also zu Nierenerkrankungen, Blasensteinen und Calziumstoffwechselstörungen führen. Pflanzen mit hohem Oxalsäuregehalt können an gesunde Tiere durchaus in geringen Mengen verfüttert werden. Von einer dauerhaften Fütterung ist abzuraten. Tiere mit Nierenschädigung sollten auf diese Lebensmittel verzichten.
SolaninSolanin ist ein schwerlösliches, toxisches Alkaloid einiger Nachtschattengewächse (Solanaceae)(es ist z.B. in den grünen Stellen von Kartoffelknollen und Tomaten zu finden). Folgen von zu hoher Solaninkonzentration im Futter sind unter Anderem: Magenbeschwerden, Darmentzündungen, Nierenreizungen, bzw. Entzündungen, Durchfall, und in schlimmen Fällen eine Auflösung der roten Blutkörperchen, Störungen der Kreislauf- und Atemtätigkeit sowie Schädigungen des zentralen Nervensystems.Grüne Stellen bei Kartoffeln sowie die Keime sind zu entfernen. Kartoffeln sollten aber ohnehin aufgrund ihres hohen Stärkegehaltes nur sehr sehr selten auf dem Speiseplan stehen. Grüne Tomaten, sowie grüne Stellen an den Tomaten und die Pflanzen dürfen nicht verfüttert werden, rote ausgereifte Tomaten gelten als unbedenklich.
NitratNitrat ist eine Verbindung aus den Elementen Stickstoff und Sauerstoff. Pflanzen benötigen den Stickstoff des Nitrates zum Aufbau von Eiweiß. Nitrat selber ist nicht giftig, es ist aber die Vorstufe des gesundheitsschädigenden Nitrits. Im Körper wird das Nitrat von Mikroorganismen zu Nitrit reduziert. Nitrit ist giftig. Zeichen einer Nitritvergiftung sind: Speicheln, Durchfall, Muskelzittern, Schwäche, Taumeln, Zyanose. In geringen Mengen ist ein Verzehr Nitrathaltiger Nahrungsmittel unbedenklich. Jedoch sollten stark belastete Lebensmittel wie z.B. Kopfsalat, Endivie, Eissalat, Feldsalat, Spinat, Stielmangold, Rote Bete etc. nicht als Hauptfutter eingesetzt werden. Hin und wieder ein Salatblatt ist bei einer abwechslungsreichen Fütterung unbedenklich.
Blausäure
(Cyanwasserstoff)
Blausäure ist eine nahezu farblose, brennbare, flüchtige und wasserlösliche Flüssigkeit, die nach Bittermandeln riecht. In reiner Form ist es extrem giftig, in Pflanzen ist es meist nur in sehr geringen Mengen enthalten. Durch die massive Einnahme von Blausäure, bzw Cyaniden die im Körper zu Blausäure aufgespalten werden, kommt es zu einer Blockade der Zellen (grob vereinfacht), sie können keinen Sauerstoff mehr aufnehmen und die Zellen sterben ab. Als Folge einer solchen Vergiftung kommt zu Krämpfen, meist zuerst zu Bauchkrämpfen, Durchfall und im weiteren Verlauf zu Atemnot und schlimmstenfalls zum Tod. Normalerweise ist ein wenig Blausäure im Futter kein Problem für die Tiere. Man geht sogar davon aus, dass Tiere, die hin und wieder cyanid-/blausäurehaltige Rinden aufnehmen weniger Parasiten im Darm haben. Um eine starke Vergiftung herbei zu führen, müssen die Tiere unnatürlich viel Blausäure aufnehmen, dass geht eigentlich nur mit hochgiftigen Pflanzen oder bei einer sehr einseitigen Fütterung. Blausäure ist in den Steinen von Steinobst (Pfirsich, Nektarine, Pflaume) vorhanden, angeblich auch in geringer Menge in den Blättern und Rinden der Pflanzen, ist der Stein zerbrochen, findet sich Blausäure auch in der Frucht. Auch in den Kernen von Kernobst ist Blausäure vorhanden (aber pro kg Tiergewicht müsste etwa eine handvoll Kerne gefressen werden, um eine Wirkung zu erzielen).

Anmerkung: Wir gehen in dieser Liste absichtlich nicht auf Warnungen bezüglich stark gespritzer Futtermittel ein! Sicher sind einige Gemüse oder Obstsorten teilweise stark belastet, aber diese Belastungen sind schwankend und z.B. im Biogemüse kaum zu finden. Teilweise sind Warnungen auf Produkte einzelner Länder beschränkt. Wir müssten hier ständig umstellen, wenn wir jeden aktuellen Warnhinweis einarbeiten würden. Grundsätzliche Warnungen wie: "Gurken sind immer stark gespritzt und sollten nicht gegeben werden" lehnen wir als zu ungenau und meist auch falsch völlig ab. Ebenso gibt es hier keine Warnungen, wenn ein Lebensmittel einen gerade neu entdeckten krebserregenden oder sonstwie krank machenden Stoff enthält, denn solche Berichte sind oft das Produkt purer Panikmache und von den Medien aufgepuscht und dadurch darf man sich wirklich nicht zu sehr verunsichern lassen. Zwar werden immer wieder in einzelnen Lebensmitteln schädliche Stoffe entdeckt, aber für gewöhnlich in so minimalen Mengen, dass es lächerlich wäre, sie alle hier als gefährlich aufzulisten - es bliebe für die Tiere nichts mehr zu fressen übrig, wenn wir das konsequent durchziehen würden. Beispiel, der ausgesprochen gesunde Fenchel wird seit einigen Jahren als gefährlich eingestuft, weil er eine geringe Menge Safrol enthält. Im Fenchel ist der Anteil an Safrol so gering, dass er medizinisch nicht von Bedeutung ist. Krebserregend wirkt Safrol nur in größeren Mengen (wie z.B. in der Muskatnuß - durch das Muskatnuß Öl wurde Safrol als Droge und Krebserregend bekannt). Wie immer, wenn dann solche "neuen" Erkenntnisse im Internet verbreitet werden, stürzten sich Halter drauf und verteufelten fortan alles was Safrol enthält, egal, wie gesund es auch sein mag.;)

Da diese Frage häufig kommt, finden Sie hier die Antwort auf die Frage:
Woher kommen unsere Futterlisten?