Die Nano's

Artemien im Nanobecken

Am 24.07.2010 habe ich ein Nanobecken für meine Artemien eingerichtet. Es fasst gut 20 l und hat derzeit 17 l Salzwasser, eine Mischung aus JLB Spezialsalz und reinem Salz aus dem Toten Meer. Es wird von 6 - 21 Uhr künstlich beleuchtet und verfügt über eine Heizung und einen Lüfter mit Ausströhmerstein. Allerdings ist die Heizung (obwohl sie beim Nanobecken dabei war) wohl zu groß, obwohl sie auf die niedrigste Heizstufe eingestellt ist, heizt sie das Becken sehr stark auf und wird nur kurz angeschaltet, wenn das Becken sich über Nacht zu stark abkühlt. Die Lüftung wird nur mehrmals täglich kurz angestellt, sonst wirbelt, trotz zweifacher Regulierung, das Wasser zu stark. Eingerichtet ist das Becken mit: Chinchillaquarzsand als Bodengrund, darüber eine Schicht Dennerle Nano Garnelenkies Java grün, dazu drei große Kiesel, ein Tontopf, ein Dekostein, zwei Seidenpflanzen.

Zuerst sah es so aus, als würde das Nanobecken ein Rückschlag - siehe: Artemia Tagebuch. Das Wasser war brackig und die ersten Nauplien sind fast alle weggestorben. Danach wollte ich es schon völlig aufgeben und habe mich im Grunde wieder gar nicht drum gekümmert (sogar das Licht war einige Tage aus).

nanobecken Artemien

Aber vor ca. einer Woche bemerkte ich Leben im Becken, seitdem wird das Becken wieder beleuchtet und belüftet und ich habe für die Lütschen ein bisschen JLB Artemiofluid dazu gegeben. Das Wasser ist nun auch wesentlich klarer, nur ein leichter Grünschimmer ist vorhanden (was ja sinnvoll ist, das dürften die Algen sein - also Futter für die Artemien). Auf dem Kiesel und dem Sand bildet sich auch ein ganz leichter Algenschimmer. Was aber viel wichtiger ist: wir haben schon einige Halbwüchsige die auf dem Rücken schwimmen. Aber sie sind wesentlich kleiner als die Artemien in dem Alter aus den anderen Becken. Obwohl sie also schon älter sind und sich entwickeln, wachsen sie nicht so richtig und wirken sehr filigran.

So sieht das Becken am 22.08.2010 aus - leider sind die Artemien zu klein um sie zu fotografieren.
Nanobecken Artemien

30.08.2010
Leider sind nur etwa drei bis vier Halbwüchsige zu sehen. Diese sind nun schon relativ groß und flügen munter durch das Wasser. Für so ein großes Becken ist mir das aber etwas zu wenig und nun habe ich mich vor ein paar Tagen zu einer Artengemeinschaft entschlossen. Zu meinen Artemia franciscana habe ich nun eine Messerspitze Eier der Chinesischen Art Artemia parthenogenetica dazu gegeben. Die Besonderheit bei dieser Spezies: sie sind relativ klein (sie werden nur etwa 1 cm lang) und pflanzen sich hauptsächlich parthenogenetisch fort, d.h. die Nachkommen entstehen aus unbefruchteten Eizellen. Deshalb sind Männchen angeblich selten bei dieser Art.

Es sind sehr viele kleine Chinesen geschlüpft und sie entwickeln sich schneller als die andere Art. Sie sind nach 4 Tagen schon relativ groß und schwimmen meiner Ansicht nach auch viel schneller und hektischer umher. Bin gespannt, wie sie sich weiter entwickeln.

02.09.2010
Wir haben auf jeden Fall 4 fast ausgewachsene Franciscana im Becken die munter durch eine riesige Menge kleiner Chinesen schwimmen. Die chinesischen Nauplien entwickeln sich unterschiedlich schnell, es sind schon ein paar sehr große Tierchen darunter, andere sind eher klein. Aber eins haben sie alle gemeinsam: sie schwimmen schneller unter wilder durch das Becken als die andere Art.

Da die Heizung im Becken wohl für das Becken etwas überdimensioniert ist, muss ich das Becken etwas auffüllen. Das ist knifflig bei den jungen Tieren, aber ich möchte auf mindestens 20 l Wasser kommen, also fehlen noch 3 l. Heute habe ich langsam einen Liter dazu gegeben. Das Wasser lasse ich nun vorher immer durch div Filter laufen und versetze es mit naturreinem "Totes Meer Salz" und mit "Tetra Aqua Safe". Die Heizung ist derzeit auf die niedrigste Stufe gestellt (20°C) heizt das Becken aber auf gut 24 - 26°C auf.

06.09.2010
Das Wasser ist aufgefüllt und die Heizung bleibt bei ca. 24 °C, was für die Chinesen ja durchaus auch ok ist. Stelle ich die Heizung ab, dann sinkt die Temperatur Nachts auf unter 18 °C.

Da die Nauplien sich in erster Linie über dem Beckenbereich aufhalten, der etwas heller ist, da dort heller Sand am Boden liegt, habe ich heute versucht, das Becken mit einigen hellen Kieseln etwas heller und freundlicher zu gestalten. Ich glaube, die Nanos nehmen das recht gut an.

Nanobecken Artemien

Leider ist es sehr schwer, die Nauplien zu fotografieren, im Becken ist es einfach zu dunkel. Obwohl schon einige recht große Rückenschwimmer dabei sind, ist auf den Bildern kaum etwas zu erkennen. Die meisten Chinesen sind aber ohnehin nur kleine Nauplien, ca. 2 - 3 mm groß. Aber sie entwickeln sich gut, sind putzmunter und schwimmen hektischer herum als die anderen Artemien.

Nanobecken Artemien

08.09.2010
Sie werden langsam größer. Was wirklich auffällt: die Nauplien entwickeln sich sehr unterschiedlich schnell, ich habe ganz kleine und richtig große im Becken und einige sind auch schon ausgewachsen. Heute ist es mir gelungen, die ersten Chinesen zu fotografieren:

Nanobecken Artemien

Nanobecken Artemien

Hier sieht man die großen Unterschiede in der Entwicklung:
Nanobecken Artemien

27.09.2010
Leider sind nun alle Chinesen verstorben. Zusammenfassend kann ich nun sagen, dass sie sich unterschiedlich schnell entwickelt haben und auch sehr unterschiedlich groß waren, während es einige auf über 1,2 cm brachten, sind andere zwar voll entwickelt, aber nur ca. 0,8 cm groß geworden. Wie so oft gab es ein regelrechtes Massensterben und nun ist das Becken wieder sehr verweist. Einige Nauplien schwimmen noch umher und werden in das große Becken umziehen.

Das Nano Aquarium wird nun demnächst ein Süßwasserbecken für Feenkrebse werden, ich werde natürlich auch darüber berichten.